Hermès—Ein echter Luxuslauf: Umsatzhoch trotz Preiserhöhungen
Es ist ein Triumphzug der Extraklasse: Der französische Luxuskonzern Hermès hat zum Jahresende 2024 einen eindrucksvollen Umsatzsprung verzeichnet, der sogar die kühnsten Erwartungen übertroffen hat. Während andere Marktteilnehmer mit Herausforderungen zu kämpfen hatten, konnten sich Hermès’ ikonische Produkte wie die begehrten Birkin- und Kelly-Bags in der Gunst wohlbetuchter Kunden behaupten—und das trotz gestiegener Preise.
Besonders bemerkenswert ist der Erfolg auf dem chinesischen Markt, obwohl Hermès-CEO Axel Dumas für die Zukunft in dieser Region noch zurückhaltend bleibt. Er zeigt sich optimistisch für 2025, verweist jedoch auf die hohen Vergleichsniveaus der Vorjahre als mögliche Herausforderung.
An der Börse konnte die Hermès-Aktie ein neues Hoch von 2.957 Euro erklimmen, was die Marktkapitalisierung des Unternehmens über 300 Milliarden Euro katapultierte. Zwar gab der Kurs im Tagesverlauf etwas nach, dennoch bleibt das Plus im bemerkenswerten Bereich von einem halben Prozent.
Eine dominierende Rolle spielen die Familienerben der Gründerfamilie Hermès, deren Anteile ihnen ein Vermögen von beeindruckenden 200 Milliarden Euro eingebracht haben. Für das zurückliegende Jahr dürfen sie sich über eine um einen Euro erhöhte Dividende von 16 Euro je Aktie freuen, ergänzt durch eine gleichbleibende Sonderausschüttung von 10 Euro.
Der Umsatz von Hermès stieg im vierten Quartal um fast 18 Prozent auf vier Milliarden Euro, währungsbereinigt wohlgemerkt. Analysten zeigten sich von diesem Wachstum überrascht—insbesondere mit Blick auf die starke Nachfrage aus der Region Asien-Pazifik, ohne Japan. Das Geschäft mit Lederwaren erwies sich als außerordentlich erfolgreich und übertraf mit einem Plus von 21,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro sämtliche Erwartungen.
Der bemerkenswerte Wachstumskurs von Hermès lässt die Konkurrenz, darunter Schwergewichte wie LVMH und Kering, deutlich hinter sich. Im Jahresüberblick verbuchte Hermès einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro und steigerte damit seinen Gewinn um sieben Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. UBS-Analystin Zuzanna Pusz würdigte die starke operative Marge von 40,5 Prozent des Umsatzes als weiteren Beweis für den erfolgreichen Kurs des Konzerns.

