Hellofresh: Expansion in den Liefermarkt für Fertiggerichte sorgt für Spannung
Hellofresh möchte in Deutschland ab sofort nicht nur mit seinen Kochboxen, sondern auch mit der Lieferung von Fertiggerichten punkten. Diese strategische Entscheidung des Unternehmens, das im MDax gelistet ist, zielt darauf ab, eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Dominik Richter, betont in einer aktuellen Mitteilung das erhebliche Wachstumspotenzial dieses Marktsegments.
Im vorangegangenen Quartal machten Fertiggerichte bereits etwa 30 Prozent des Umsatzes von Hellofresh aus, auch wenn der Schwerpunkt weiterhin auf den Kochboxen liegt. Die Nachfrage nach Kochboxen hat in den letzten Monaten jedoch nachgelassen, sodass sich die Balance zwischen beiden Produktkategorien deutlich verschiebt. Im Vergleich zum Vorjahr, als Fertiggerichte etwa ein Fünftel des Umsatzes ausmachten, zeigt sich ein Wachstum dieser Sparte. Wegen der gestiegenen Marketing- und Anlaufkosten für neue Produktionsstätten steht der operative Gewinn aus dem Verkauf von Fertiggerichten allerdings noch auf wackeligen Füßen. Die vollständigen finanziellen Einblicke für das Jahr 2024 plant der Vorstand für Mitte März zu präsentieren.
Im hart umkämpften Markt der verzehrfertigen Mahlzeiten positioniert sich Hellofresh gegen eine Vielzahl an Anbietern. Verbraucher haben dabei die Wahl, selbst zu kochen oder auf Lieferdienste wie Lieferando, Wolt oder Uber Eats zurückzugreifen, um schnell und unkompliziert Speisen von Restaurants nach Hause zu bekommen.

