Hella dämpft Erwartungen trotz stabilem ersten Halbjahr
Der deutsche Automobilzulieferer Hella gibt sich aufgrund der unsicheren Marktlage weiterhin vorsichtig. Trotz eines zufriedenstellenden ersten Halbjahres sieht der Vorstandsvorsitzende Bernard Schäferbarthold keine signifikante Erholung im Automobilsektor.
Mit der Präsentation der Halbjahreszahlen verdeutlichte Schäferbarthold, dass das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatzrückgang während des laufenden Jahres rechnet. Um den Herausforderungen der Branche zu begegnen, hat Hella Anfang Februar 2024 ein umfassendes Sparprogramm aufgelegt. Dieses soll bis 2028 die Kosten um insgesamt über 400 Millionen Euro senken.
Angesichts der anhaltenden Krise wird das Sparprogramm mit weiteren Maßnahmen ergänzt, die zusätzliche jährliche Einsparungen von rund 80 Millionen Euro anvisieren. Diese strukturellen Vereinfachungen erfordern jedoch Einmalaufwendungen von bis zu 100 Millionen Euro.
Der Bericht des ersten Halbjahres zeigt einen Umsatzrückgang von 1,3 Prozent auf etwa 4,0 Milliarden Euro, wobei der starke Euro eine bedeutende Rolle spielte. Nach Bereinigung von Währungseffekten fiel der Umsatz lediglich um 0,4 Prozent. Das operative Ergebnis ging um gut vier Prozent auf 237 Millionen Euro zurück, was zu einer Verringerung der Marge um 0,2 Prozentpunkte führte.
Für das laufende Jahr prognostiziert Hella einen währungsbereinigten Umsatz zwischen 7,6 und 8,0 Milliarden Euro und eine Marge von 5,3 bis 6,0 Prozent. Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen acht Milliarden Euro Umsatz und eine operative Marge von 5,6 Prozent verzeichnet.
Hella gehört mehrheitlich zur französischen Forvia-Gruppe, die 82 Prozent an dem deutschen Unternehmen hält, welches im MDax gelistet ist. Die verhaltene Prognose führten zu einem Kursverlust der Hella-Aktie, während die Muttergesellschaft Forvia nach einem verhaltenen Handelsbeginn leichte Kursgewinne verbuchte.

