HBM-Boom überrascht Wall Street: Micron hebt Ausblick drastisch an
Der US-Speicherchip-Hersteller Micron profitiert stark vom Boom rund um Künstliche Intelligenz und hat seine Prognose für das laufende Quartal deutlich angehoben. Treiber ist vor allem die hohe Nachfrage nach sogenannten HBM-Chips (High-Bandwidth Memory), die in KI-Rechenzentren und Hochleistungsbeschleunigern eingesetzt werden.
Das Unternehmen aus Boise im Bundesstaat Idaho rechnet nun mit einem Quartalsumsatz von 18,7 Milliarden US-Dollar, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 400 Millionen Dollar. Analysten hatten laut LSEG-Daten bislang lediglich Erlöse von rund 14,2 Milliarden Dollar erwartet.
Auch auf der Ergebnisseite fällt der Ausblick überraschend stark aus. Micron prognostiziert einen bereinigten Gewinn von 8,42 Dollar je Aktie, ebenfalls mit einer Bandbreite von plus/minus 20 Cent. Der Marktkonsens lag zuvor bei lediglich 4,78 Dollar je Aktie.
Die deutlich angehobene Prognose unterstreicht die zentrale Rolle von Hochleistungsspeicher im KI-Zeitalter. HBM-Chips gelten als kritische Komponente für moderne KI-Systeme, da sie große Datenmengen extrem schnell verarbeiten können.
An der Börse kam der optimistische Ausblick entsprechend gut an. Die Micron-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund 14 Prozent zu.


