Hausärztemangel im Wandel: Regionale Unterschiede und Altersstruktur im Fokus
Die Versorgung durch Hausärzte zeigt in Deutschland deutliche regionale Abweichungen: Während ein durchschnittlicher Hausarzt im Jahr 2024 mehr als 1.200 Patienten betreut, existieren zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. Besonders in Brandenburg, Bremen und Niedersachsen ist der Versorgungsdruck deutlich höher – mit über 1.300 Patienten je Hausarzt. Demgegenüber sind die Zahlen in Bayern, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten.
Trotz einer stabilen Dichte an Hausärzten im letzten Jahrzehnt, hat sich die Gesamtheit dieser Berufsgruppe um 3,4 Prozent erhöht, was jedoch nicht zu einer Entlastung führte. Die Zahl der praktizierenden Hausärzte stieg auf 66.100, wobei ihre Relevanz mit einem Anteil von 15,1 Prozent an allen Ärzten weiterhin groß bleibt.
Ein Blick auf die Altersstruktur offenbart ein drohendes Engpassrisiko bei der hausärztlichen Versorgung: Beachtliche 41 Prozent der Hausärzte sind bereits 60 Jahre oder älter. Besonders in Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist der Anteil dieser Altersgruppe überdurchschnittlich hoch, was die Versorgung zukünftiger Generationen vor Herausforderungen stellen könnte.
Die Nachwuchsärzte sind stark unterrepräsentiert, mit nur 7,7 Prozent der Hausärzte unter 40 Jahren, was die Dringlichkeit erhöht, die Altersstruktur in den kommenden Jahren zu verjüngen, um die Kontinuität der Versorgung sicherzustellen.

