Hapag-Lloyd stärkt Position durch Übernahme in Israel

Durch die strategische Übernahme der israelischen Reederei Zim untermauert Hapag-Lloyd eindrucksvoll ihren Status als weltweit fünftgrößte Containerreederei. Die Transaktion, welche die Hamburger mit einem Betrag von über vier Milliarden US-Dollar realisieren, demonstriert die Ambitionen der Reederei, ihre globale Marktstellung weiter auszubauen. Der angesehene Vertrag mit Zim Integrated Shipping Services wurde jüngst in Tel Aviv unterzeichnet, wie Rolf Habben Jansen, CEO von Hapag-Lloyd, bekannt gab.
Allerdings ist für den erfolgreichen Abschluss der Übernahme noch die Genehmigung des Staates Israel erforderlich. Jansen äußerte seine Hoffnung, das Geschäft bis Jahresende abschließen zu können. Im Aktionariat von Hapag-Lloyd befinden sich prominente Investoren aus Katar und Saudi-Arabien, die 12,3 Prozent beziehungsweise 10,2 Prozent der Anteile halten.
Trotz eines Gewinnrückgangs im Geschäftsjahr 2025, verursacht durch gesunkene Preise, bleibt Hapag-Lloyd finanziell stark aufgestellt. Das Unternehmen weist aufgrund der enormen Profite in der Pandemie-Ära eine solide Eigenkapitaldecke auf. Zum Spitzenzeitpunkt 2022 erzielte Hapag-Lloyd ein Ebit von über 17 Milliarden Euro, während der Gewinn 2025 vor Zinsen und Steuern bei einer Milliarde Euro liegt. Dagegen erwirtschaftete das Unternehmen in den Jahren 2023 und 2024 jeweils ein Ebit von 2,6 Milliarden Euro. Die übernommene Reederei Zim, die sich durch eine beachtliche Flotte an Containerschiffen auszeichnet, ist mit Rang zehn unter den größten Containerreedereien weltweit ebenfalls ein gewichtiger Akteur im internationalen Schiffsverkehr.

