Hantavirus-Kontaktperson kommt zur Kontrolle nach Düsseldorf
Düsseldorf (dpa) - Eine Person, die auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» Kontakt zu einem Hantavirus-Fall hatte, soll in Düsseldorf untersucht werden. «Die Feuerwehr Düsseldorf und das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) übernehmen heute gemeinsam den Transport und die vorsorgliche medizinische Abklärung», berichtete das Klinikum. Man gehe davon aus, dass die betreffende Person nicht infiziert sei.
«Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion. Die Aufnahme erfolgt rein vorsorglich zur medizinischen Abklärung», betonte das Klinikum. Der oder die Betroffene - zur Person wurden keine Angaben gemacht - sei eine «asymptomatische» Kontaktperson. Auf der Infektionsstation sollten eine klinische Ersteinschätzung sowie eine infektiologische Untersuchungen erfolgen.
Transport durch spezialisierte Einsatzkräften der Feuerwehr
Die Person werde von spezialisierten Einsatzkräften der Feuerwehr von einem Flughafen in den Niederlanden nach Düsseldorf transportiert. Nach Medienberichten wird die Person am Nachmittag oder am Abend am Flughafen Schiphol erwartet.
Auf der «Hondius» waren hatte es nach Infektionen mit dem Hantavirus auch drei Todesfälle gegeben - ein älteres niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau starben. Ein Passagier war nach seiner Rückkehr in die Schweiz nun positiv auf das Hantavirus getestet worden.
WHO: Drei Erkrankte auf dem Weg in die Niederlande
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind drei Patienten mit Verdacht auf das Hantavirus vom Kreuzfahrtschiff «Hondius» evakuiert worden. Die Patienten seien auf dem Weg zur medizinischen Behandlung in den Niederlanden, schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X. Aus dem niederländischen Außenministerium hieß es, es handele sich um einen Briten (56), einen Niederländer (41) und eine Deutsche (65).
Ob die Person, die nach Düsseldorf gebracht werden sollte, mit einer dieser Patienten Kontakt hatte, wurde nicht mitgeteilt.
Die WHO arbeite mit den Schiffsbetreibern daran, die Gesundheit von Passagieren und Besatzung engmaschig zu überwachen und gegebenenfalls Evakuierungen zu veranlassen. «In dieser Phase bleibt das gesamte öffentliche Gesundheitsrisiko niedrig», so der WHO-Chef.


