Handelsstreit und Anleihen: Neue Zollankündigungen beeinflussen Märkte
Am Donnerstag gerieten US-Staatsanleihen aufgrund von Inflationsängsten ins Hintertreffen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen notierte mit einem leichten Verlust von 0,24 Prozent bei 110,58 Punkten, während die Rendite für dieselben Papiere auf 4,28 Prozent anstieg.
Getrieben wurden die Marktentwicklungen von Ankündigungen neuer Importzölle durch US-Präsident Donald Trump. Dieser plant, Importzölle von 25 Prozent auf Produkte aus der Europäischen Union zu erheben, darunter insbesondere auch auf Automobile. Die offizielle Bekanntgabe der Zölle steht unmittelbar bevor, war aber zunächst nicht vollumfänglich ernst genommen worden, da die Finanzmärkte auf mögliche Verhandlungsfreiräume spekulierten.
Am Nachmittag verstärkte sich die Nervosität an den Märkten mit der Ankündigung, dass auch für Importe aus Mexiko, Kanada und China ab dem 4. März neue, erhöhte Zölle greifen sollen. Diese Maßnahmen könnten die Inflationsrate weiter anheizen und damit zukünftige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed erschweren.
Gleichzeitig präsentierten sich die Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten am Nachmittag gemischt. Die Auftragseingänge für langlebige Güter legten im Januar stärker zu als erwartet, womit sie eine positive Wende nach zwei vorangegangenen Rückgängen verbuchten. Überraschend negativ war jedoch die Entwicklung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der letzten Woche signifikant stiegen.

