Handelsstreit belastet deutsche Industrie – Chinesische Exporte im Fokus
Der eskalierende Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China droht nach einer aktuellen Analyse von Allianz Trade zu einem unerwarteten Risiko für den deutschen Arbeitsmarkt zu werden. Der renommierte Kreditversicherer sieht eine Verlagerung der chinesischen Exporte in Richtung Europa, insbesondere nach Deutschland, als mögliche Folge der amerikanischen Handelspolitik. US-Präsident Donald Trumps drastische Zollerhöhungen auf chinesische Importe schüren den Wettbewerbsdruck auf deutsche Firmen, sowohl im Inland als auch international.
Laut der Bewertung von Allianz Trade könnten etwa 14 Prozent der chinesischen Handelsströme infolge der Zollpolitik binnen der nächsten drei Jahre den deutschen Markt erreichen. Diese Umverteilung entspricht einem Handelsvolumen von 33 Milliarden US-Dollar. Der Deutschlandchef von Allianz Trade, Milo Bogaerts, unterstreicht in seiner Stellungnahme die globalen Auswirkungen der US-Zölle, die zu signifikanten Anpassungen in den Handelsbeziehungen führen.
Die potenziellen Implikationen sind für die deutsche Wirtschaft alarmierend: Schätzungen zufolge könnten durch die verstärkte Konkurrenz und den Preisdruck bis zu 25.000 Arbeitsplätze in den relevanten Sektoren gefährdet sein. Besonders anfällig sind hier der Maschinenbau, die Textilbranche sowie Unternehmen, die Haushaltswaren, Sanitärprodukte, Elektronik, Computertechnologien und Fahrzeuge fertigen. Regionen wie Oberfranken, Tübingen und der Raum Freiburg stechen dabei als besonders verwundbar hervor, da dort zahlreiche Industriebetriebe dieser Branchen ansässig sind.
Allianz Trade, das aus dem Hause Euler Hermes hervorging und zur Allianz-Gruppe gehört, ist Marktführer im Kreditversicherungsgeschäft. Mit über 5.800 Beschäftigten weltweit und dem Hauptsitz in der Nähe von Paris kombiniert das Unternehmen Expertise und globale Präsenz, um Unternehmen gegen Handelsrisiken abzusichern.

