Handelspartner auf Augehöhe: Trump und Starmer vor Handelsdeal
Der US-amerikanische Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer stehen kurz vor der Finalisierung eines wegweisenden Handelsabkommens zwischen ihren beiden Nationen. Dies wäre das erste bilaterale Abkommen dieser Art, seit die US-Regierung eine Reihe von Strafzöllen gegen diverse Länder ausgerufen hat.
Im vergangenen Monat gaben beide Staatsoberhäupter bereits den Rahmen des Abkommens bekannt, doch die Details stehen noch aus und keine Komponente wurde bislang umgesetzt. Nach den aktuellen Vorschlägen sollen die US-Importzölle auf britische Autos von bisher 27,5% auf 10% für die ersten 100.000 Fahrzeugimporte pro Jahr gesenkt werden. Ebenso soll auf importierten britischen Stahl gänzlich verzichtet werden, da die Zölle von 25% auf null gestellt werden. Im Gegenzug verpflichtet sich Großbritannien, die zollfreien Quoten für US-Rindfleisch und Ethanol zu erhöhen.
Starmer unterstrich beim Gipfeltreffen der Gruppe der Sieben in Kananaskis, Kanada, die Bedeutung des Handelsabkommens für die vitalen Wirtschaftszweige beider Länder. Er zeigte sich optimistisch, dass die Umsetzung bald abgeschlossen sein werde. Für ihn wäre der erfolgreiche Abschluss ein Beweis seines zurückhaltenden diplomatischen Kurses gegenüber dem oft umstrittenen US-Präsidenten. Trump hingegen könnte diesen Erfolg als Beleg dafür werten, dass seine Zollpolitik Früchte trägt, nachdem er Zugeständnisse von britischer Seite in der Landwirtschaft erreicht hat.
Obwohl im Mai vereinbart wurde, die US-Zölle auf britischen Stahl auf null zu senken, bestehen weiterhin Unklarheiten über die endgültigen Tarife. Großbritannien ist derzeit das einzige Land, das von dem im letzten Monat angekündigten 50%-Zoll auf Stahl ausgenommen ist. Die finalen Vertragsbedingungen könnten jedoch von Englands Fähigkeit abhängen, die amerikanischen Bedenken bezüglich des chinesischen Einflusses auf British Steel zu zerstreuen.

