Handelskrieg lässt Börsen in Asien zittern – Trump bemüht sich um Deeskalation
Die Aktienmärkte in Fernost reagierten zu Wochenbeginn mit Abschlägen auf die jüngsten handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China. Nachdem US-Präsident Donald Trump mit einer erheblichen Erhöhung von Zöllen auf chinesische Importe gedroht hatte, markierten asiatische Börsen einen Rückgang — wenn auch moderater als ihre europäischen und amerikanischen Pendants. Japan blieb infolge eines Feiertags von den Turbulenzen verschont. Die Erhebung neuer Zölle könnte bereits Anfang November Realität werden, nachdem China den Export von Seltenen Erden erheblich eingeschränkt hatte.
Dieser Konflikt zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten nährte globale wirtschaftliche Unsicherheiten und schickte sämtliche weltweit bedeutende Börsen auf Talfahrt. Die Wall Street erlebte am Freitag einen herben Rücksetzer. Der Dow Jones Industrial Index verlor fast zwei Prozent, während der technologieorientierte Nasdaq 100 um beachtliche 3,5 Prozent einbrach.
Am Wochenende sorgte eine unerwartet versöhnliche Botschaft Trumps für leichte Entspannung. Auf der Plattform Truth Social beschwichtigte der US-Präsident: "Machen Sie sich keine Sorgen um China, alles wird gut!" Dies könnte darauf hindeuten, dass sich beide Staaten um eine Beilegung des Disputs bemühen.
In Fernost machte sich diese Erholung nur verhalten bemerkbar: Der CSI-300-Index der wichtigsten Festlandaktien ging um 0,5 Prozent auf 4.595 Punkte zurück, der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 2,3 Prozent auf 25.692 Punkte, und der australische S&P/ASX 200 schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 8.883 Punkten.

