Handelskonflikte und Zinspolitik: Bewegung an den Finanzmärkten
Die US-Staatsanleihen erlebten am Donnerstag einen leichten Rückgang. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere, der T-Note-Future, sank um 0,13 Prozent und notierte bei 110,86 Punkten, während die Rendite der zehnjährigen Anleihen auf 4,40 Prozent anstieg. Dieser Schritt spiegelt die optimistische Stimmung an den Märkten wider, die durch Fortschritte in internationalen Handelsgesprächen erzeugt wurde.
US-Präsident Donald Trump brachte frischen Wind in die Verhandlungen mit der Ankündigung, die zuvor angedrohten Zölle auf europäische Importe zu senken, vorausgesetzt, die Europäische Union öffnet ihren Markt weiter für die USA. In einem weiteren diplomatischen Schachzug hatte sich Trump kürzlich mit Japan auf eine deutlich mildere Zollregelung von 15 Prozent geeinigt. Zudem laufen bereits seit einigen Wochen Verhandlungen mit der EU, um die Einführung neuer Zölle von 30 Prozent ab dem 1. August abzuwenden.
Ein spannungsgeladener Besuch steht der US-Notenbank Fed bevor, denn Trump hat bekanntgegeben, deren Chef Jerome Powell persönlich aufzusuchen. Dieser überraschende Eintrag im öffentlichen Terminkalender des Präsidenten auf der Website des Weißen Hauses hat für reichlich Spekulationen gesorgt. Viele vermuten, dass Trump damit zusätzlichen Druck auf Powell ausüben könnte, da die beiden seit geraumer Zeit unterschiedliche Ansichten zur Zinspolitik vertreten.

