Handelsabkommen zwischen USA und Indien beflügelt Ölpreise
Die Öhlpreise haben am Mittwoch erneut einen Aufschwung erlebt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember verteuerte sich um 95 Cent auf 62,27 US-Dollar. Ebenso stieg der Preis für die US-Sorte WTI um denselben Betrag auf 58,19 Dollar an. Damit setzten die Öhlpreise ihre positive Entwicklung des Vortages fort und durchbrachen den bisherigen Abwärtstrend.
Auslöser für den Preisanstieg war ein Bericht über die bevorstehende Einigung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien. Im Rahmen des möglichen Abkommens soll Indien seine Importe von russischem Rohöl schrittweise reduzieren, was voraussichtlich die Nachfrage bei anderen Ölanbietern ankurbeln dürfte. Im Gegenzug versprechen die USA eine Reduzierung von Zöllen auf indische Produkte.
Derweil zeichnet sich kein baldiges Ende des Kriegs in der Ukraine ab. US-Präsident Donald Trump äußerte, dass er erst zu einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin bereit sei, wenn ein produktiver Gipfel gewährleistet ist. 'Ich möchte kein vergeudetes Treffen', betonte er – mit Blick auf die Effizienz internationaler Verhandlungen.
In diesem Kontext bleibt das Angebot am Öhlmarkt global überdurchschnittlich hoch, wie die neueste Prognose der Internationalen Energieagentur bestätigt. Diese Einschätzung wird gestützt durch das Ölkartell Opec+, das zuletzt ebenfalls eine Erhöhung des Angebots beschlossen hatte.
Noch im Juni lag der Brent-Preis über der 80-Dollar-Marke. Am Nachmittag könnten die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände zusätzlichen Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen.

