Hafenarbeiter in Südfrankreich verweigern Verladung von Militärgütern nach Israel
Hafenarbeiter in Marseille sorgen für Aufsehen, indem sie die Verladung von militärischen Komponenten nach Israel verweigern. Laut der Gewerkschaft CGT sollen die Arbeiter im Hafen von Marseille-Fos diese Entscheidung getroffen haben, um nicht an Aktionen teilzunehmen, die nach ihrer Darstellung einen Völkermord unterstützen. Dabei handelt es sich um Bauteile für Maschinengewehre, die gen Haifa verschifft werden sollten. Die betroffene Ladung wurde identifiziert und separat gelagert.
Die Kontroverse um die Verladung erhält zusätzlichen Zündstoff durch den Gaza-Konflikt. Die israelische Regierung, die betont, ausschließlich gegen die Terrororganisation Hamas zu kämpfen, sieht sich nach einer Gewaltwelle im Oktober 2023 internationalem Druck ausgesetzt. Die französische Regierung unterstreicht derweil, dass Israel vertraglich verpflichtet sei, die gelieferten Güter nicht für eigene militärische Zwecke einzusetzen, sondern diese wieder auszuführen.
Unterstützung fanden die Arbeiter von politischer Seite. Manuel Bompard, Koordinator der Linkspartei Frankreichs, rühmte die Entscheidung der Hafenarbeiter öffentlich über soziale Medien. Auch Olivier Faure, der Vorsitzende der Sozialisten, stärkte den Arbeitern solidarisch den Rücken und betonte die Wichtigkeit von Humanismus.

