GTA 6: „Creator“ belästigt Entwickler vor Rockstar-Studio – Community reagiert entsetzt
GTA 6-Fans warten seit Ewigkeiten auf Neuigkeiten. Und ja, die Geduld wird auf die Probe gestellt. Doch ein Content Creator ist jetzt weit über die Grenze gegangen: Er reiste nach Schottland zum Rockstar North-Studio und belästigte Entwickler auf offener Straße, um Infos zu angeblichen Verzögerungen oder einem dritten Trailer zu erzwingen. Die Szene sorgt für breite Empörung und wirft erneut ein Schlaglicht auf die zunehmende Belästigung gegenüber Videospiele-Entwicklerinnen und Entwickler.
Die Community ist gespalten zwischen Frust über die Funkstille und klarer Ablehnung solcher Methoden. Viele betonen: Entwickler dürfen während der Produktion ohnehin nichts sagen und haben außerhalb des Studios das Recht, privat und unbehelligt zu bleiben.
Was ist passiert?
Laut veröffentlichten Clips (via X.com; vormals Twitter) filmte der Creator (alias backonboulevard) zunächst das Studio aus Distanz, doch dann eskalierte die Situation. In mehreren Sequenzen bedrängt er Mitarbeiter auf dem Gehweg:
- Ein Entwickler weicht aus, kreuzt die Straße und sagt, er wisse nichts zu einer möglichen Release-Verschiebung oder Trailer 3 von GTA 6.
- Ein zweiter Rockstar-Mitarbeiter wirkt sichtbar erschrocken, als der „Creator“ auf ihn zuläuft und fordert: „Wo passiert die Verzögerung?“ Der Entwickler dreht sich um und geht.

Auf die Rückkehr nach Vice City in GTA 6 warten Millionen Menschen, aber das rechtfertigt es nicht unschuldige Entwickler zu belästigen! – Bild: Rockstar Games
Warum das problematisch ist
Solche Aktionen überschreiten klare Grenzen: Privatsphäre, Sicherheit und Arbeitsrechtliches. Entwicklerinnen und Entwickler sind vertraglich zu Geheimhaltung verpflichtet! Selbst wenn sie wollten, dürften sie nicht reden. Das gezielte Auflauern im öffentlichen Raum erzeugt Druck, Angst und ein Klima, das Talente aus der Branche treibt. In den letzten Jahren gab es mehrfach Drohungen und Belästigungen gegen Studios und Mitarbeiter. Ein toxischer Trend, der dem Medium und der Community schadet.
Ja, die Frustration über mögliche Verschiebungen ist real. Über zwölf Jahre nach GTA 5 fühlen sich Fans „im Leerlauf“. Aber: Viralität ist kein Freifahrtschein. Viele Kommentierende sehen in der Aktion kalkuliertes „Clickbait“: maximale Aufmerksamkeit durch Grenzüberschreitung. Auch andere Creator widersprechen offen und erinnern daran, dass Transparenz in der AAA(AA)-Entwicklung schwer ist, weil sich Roadmaps ändern und Marketing-Beats eng getaktet sind.
Ungeduld rechtfertigt keine Belästigung. Der Vorfall vor dem Rockstar Studio in Schottland zeigt, wie schnell „Content-Druck“ in Grenzverletzung kippt. Wenn wir wollen, dass Grand Theft Auto VI und andere Großprojekte in einem gesunden Umfeld entstehen, braucht es Respekt: vor Menschen, Prozessen und Privatsphäre. Am Ende profitieren alle: bessere Arbeitsbedingungen, weniger Eskalationen und Kommunikation, die nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung erfolgt.


