GSK steigert Gewinn dank starker Onkologie-Sparte und hebt Prognose an
Die britische GSK hat im zweiten Quartal einen Vorsteuergewinn von £1,9 Mrd. erzielt – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren die Onkologie- und HIV-Sparte sowie Medikamente für Atemwegs-, Immun- und Entzündungserkrankungen. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 6 Prozent auf knapp £8 Mrd., über den von Analysten erwarteten £7,8 Mrd. Der Kerngewinn pro Aktie lag mit 46,5 Pence rund 9 Prozent über den Prognosen.
Besonders stark entwickelte sich die Onkologie-Sparte, deren Umsätze um 42 Prozent auf £484 Mio. wuchsen. Auch das Geschäft mit anderen Spezialmedikamenten legte um 10 bis 12 Prozent auf über £2,8 Mrd. zu. Konzernchefin Emma Walmsley kündigte an, bis Jahresende vier weitere Spezialmedikamente in die späte klinische Entwicklungsphase zu bringen – darunter neue Ansätze gegen Krebs, Lebererkrankungen und HIV.
Walmsley betonte, dass GSK langfristig einen Umsatz von über £40 Mrd. bis 2031 anstrebe. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Wachstum am oberen Ende der Prognosespanne von 3 bis 5 Prozent, während der Kerngewinn pro Aktie zwischen 6 und 8 Prozent steigen soll.
Im Fokus steht weiterhin das Blutkrebsmittel Blenrep, das nach einer EU-Neuzulassung auf eine Rückkehr in den US-Markt hofft. Die FDA will im Oktober über eine Wiederzulassung entscheiden, nachdem ein Beratergremium zuletzt Bedenken geäußert hatte.
Regional wuchs GSK besonders in Europa mit einem Plus von 11 Prozent, während die Umsätze in den USA um 5 Prozent und in anderen internationalen Märkten um 4 Prozent zulegten. Die Branche steht jedoch vor Herausforderungen durch US-Zölle und mögliche Preisregulierungen. Walmsley kündigte Investitionen von „zig Milliarden“ Dollar in den US-Markt in den kommenden fünf Jahren an.


