GSK feiert Comeback auf dem US-Medikamentenmarkt mit Blenrep-Zulassung
Der britische Pharmariese GSK kann sein Präparat Blenrep zur Behandlung von Blutkrebs erneut in den Vereinigten Staaten anbieten. Dank einer bedeutenden Entscheidung der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA wurde das Medikament als Teil einer Kombinationsbehandlung für erwachsene Patienten mit erneutem oder resistentem multiplem Myelom genehmigt, die bereits zwei oder mehr Therapien hinter sich haben.
Diese Nachricht sorgte für positive Reaktionen unter Analysten. Noch im Sommer sah die Lage für GSK wenig hoffnungsvoll aus, nachdem die FDA in einem vorangegangenen Ausschuss das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Blenrep kritisch bewertet hatte. Dies führte zu einem Rückschlag für die Zulassung und belastete den Aktienkurs merklich.
Analyst Zain Ebrahim von JPMorgan begrüßte die nun erteilte Genehmigung, räumte jedoch ein, dass die Zielgruppe kleiner ausfalle als erwartet. Dennoch besteht die Möglichkeit, zukünftig weitere Krankheitsstadien abzudecken, wobei hierzu erst ab 2028 relevante Studiendaten vorliegen werden. Diese Erweiterung wäre entscheidend, um das ehrgeizige Umsatzziel von GSK zu erreichen, das sich auf über drei Milliarden britische Pfund pro Jahr beläuft.
Zuvor hatte sich GSK nach einer Marktaufnahme im Jahr 2022 entschieden, Blenrep zurückzuziehen, nachdem es sich als nicht überlegen gegenüber bestehenden Behandlungen erwiesen hatte. Es folgten Studien zu Kombinationstherapien, die das Medikament in einem früheren Krankheitsstadium zum Einsatz brachten.

