Grünen-Fraktionschefin fordert Klimaschäden-Hilfsfonds
Angesichts des Jahrestages der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel plädiert Britta Haßelmann, Fraktionsvorsitzende der Grünen, für die Einrichtung eines Klimaschäden-Hilfsfonds. Ziel sei es, Menschen, die unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden, schnell und ohne bürokratische Hürden zu unterstützen. Ihrer Vorstellung nach sollen jene Unternehmen, die durch Umweltverschmutzung erhebliche Gewinne erzielen, in diesen Fonds einzahlen und so die Kosten ihrer verursachten Schäden mittragen.
Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 forderte in Rheinland-Pfalz mindestens 136 Menschenleben, Tausende Gebäude wurden zerstört und die Infrastruktur erlitt massive Schäden. Die Aufräum- und Wiederaufbaukosten summieren sich auf rund 40 Milliarden Euro.
Haßelmann nutzte den traurigen Jahrestag zudem, um eine kritische Bilanz der Klimapolitik unter Kanzler Friedrich Merz zu ziehen. Sie sieht eine Verlangsamung der Klimaschutzmaßnahmen und bezeichnet dies als unverantwortlich, besonders im Hinblick auf die immer häufigeren Wetterextreme. "So teuer ist es, Klimaschutz zu unterlassen", mahnte Haßelmann in Bezug auf die immensen Schäden und Kosten der Flutkatastrophe.

