Gründerbranche in der Krise: Stimmung auf Tiefststand seit Corona
10. September 2025, 05:21 Uhr · Quelle: klamm.de
Die Gründerbranche in Deutschland kämpft mit der schwersten Stimmung seit 2020. Wirtschaftliche Unsicherheiten haben die Zahl der Start-ups auf ein Minimum sinken lassen, mit nur rund 161.000 neuen Firmengründungen im vergangenen Jahr. Dieser Rückgang markiert einen historischen Tiefstand und unterstreicht die Belastungen durch globale Krisen.
In den vergangenen Monaten haben sich die Zahlen verschärft. Experten berichten von über 700.000 weniger Selbstständigen seit 2020, allein 250.000 in den letzten Jahren. Organisationen wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und Creditreform weisen auf strukturelle Probleme hin: Hohe Zinsen, Inflation und eine allgemeine Konjunkturschwäche machen es für Gründer schwierig, Investoren zu gewinnen. Besonders in Technologiebranchen fehlt der Schwung, der einst Innovationen antrieb.
Diese Entwicklung trifft nicht nur Einzelpersonen, sondern ganze Regionen. In Ballungszentren wie Berlin und München, traditionell Hotspots für Start-ups, stagniert das Wachstum. Hintergrund ist eine Mischung aus politischer Unsicherheit und globalen Marktschwankungen, die Risikokapital knapp halten. Die Auswirkungen reichen weit: Weniger Gründungen bedeuten weniger Jobs und Innovationen, was die gesamte Wirtschaft bremsen könnte.

