Großbritanniens inflationäre Konstanz überrascht Analysten
Die Inflationsentwicklung in Großbritannien sorgte im September für eine Überraschung: Entgegen der Erwartungen blieb die Inflationsrate stabil. Wie das Statistikamt ONS mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr abermals um 3,8 Prozent – genau wie in den beiden Monaten zuvor. Diese Konstanz markiert den höchsten Inflationswert seit Januar 2024, während Analysten vorab von einem Anstieg auf 4,0 Prozent ausgegangen waren.
Hauptverantwortlich für den Druck auf die Preise war erneut der Verkehrssektor. Auf der anderen Seite dämpften Bereiche wie Freizeit, Kultur, Lebensmittel und alkoholfreie Getränke den Aufwärtstrend durch signifikante Abwärtseffekte. Trotz dieser Stabilität bewegt sich die Inflation in Großbritannien, der zweitgrößten Volkswirtschaft Europas, weiterhin deutlich über der angestrebten Zwei-Prozent-Marke der britischen Notenbank.
Dies hatte auch Auswirkungen auf den Devisenmarkt, da das britische Pfund im Zuge der veröffentlichten Preisdaten an Wert verlor. Interessanterweise zeigten die Verbraucherpreise im Monatsvergleich keinerlei Bewegung, obwohl Analysten mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Ebenso überraschend sank die Kerninflationsrate, die volatile Kategorien wie Energie und Lebensmittel ausschließt, leicht auf 3,5 Prozent, entgegen der Expertenerwartungen eines moderaten Anstiegs.

