Großbrand im Hamburger Hafen: Löscharbeiten halten an
Im Hamburger Hafen bekämpft die Feuerwehr mit unermüdlichem Einsatz seit über 16 Stunden einen verheerenden Großbrand. Die Nachlöscharbeiten dürften bis in die Mittagsstunden andauern, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Bevor Brandermittler ihre Untersuchung beginnen können, muss die Brandstelle erst freigegeben werden, erklärte die Polizei.
Das Feuer, das seinen Ursprung am Montagnachmittag in einer Lagerhalle hatte, wurde durch ein in Flammen stehendes Auto entfacht. In der Halle gelagerte Gasdruckbehälter, darunter Lachgasflaschen, explodierten immer wieder, sodass brennende Trümmer über mehrere hundert Meter verteilt wurden. Diese führten zu Folgebränden auf offenen Flächen und an angrenzenden Gebäuden.
Angesichts der enormen Explosionen und der massiven Brandintensität entschieden die Einsatzleiter nach der Evakuierung, sich aus Sicherheitsgründen zurückzuziehen. Dabei wurden auch Frontfahrzeuge der Feuerwehr beschädigt, wie Lorenz Hartmann, Sprecher der Feuerwehr, erklärte.
Mehr als 320 Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen, unterstützt von der Aurubis-Werksfeuerwehr sowie gepanzerten Wasserwerfern der Polizei zur Gewährleistung der Sicherheit. Zudem kamen spezielle Löschfahrzeuge der Flughafenfeuerwehr zum Einsatz. Trotz der Herausforderungen hinsichtlich der Wasserversorgung wurde das nötige Löschwasser über lange Leitungen und das Einsatzboot Prag bereitgestellt.
Im Stadtteil Veddel, wo das Feuer wütet, wurden fünf Personen verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Einer der Verletzten befindet sich in Lebensgefahr. Die Feuerwehr, die zwischenzeitlich vor Rauchgasen gewarnt hatte, konnte diese Warnung am frühen Morgen wieder aufheben. Wichtig für Pendler: Alle Hauptverkehrsstraßen, einschließlich der A1, sind unterdessen wieder freigegeben, nachdem brennende Trümmer zuvor zu erheblichen Verkehrseinschränkungen geführt hatten.

