Größenwahn bestätigt: Crimson Desert schluckt Red Dead Redemption 2 und Skyrim zum Frühstück!
Pearl Abyss, das Studio hinter dem kommenden Fantasy-Epos Crimson Desert, hat sich während des ersten „New Game+ Showcase“ nicht mit bescheidener Zurückhaltung aufgehalten. Stattdessen zündete Will Powers, der Experte für Marketing und strategische Planung, eine rhetorische Bombe, die vor allem Fans von Rockstar Games und Bethesda hellhörig machen dürfte. Die zentrale Botschaft: Ihr dachtet, ihr kennt große Spielwelten? Denkt nochmal nach.
Ein Landmasse-Vergleich der Superlative
Wenn Entwickler über die Größe ihrer Maps sprechen, ist Skepsis meist der beste Ratgeber. Doch Powers wurde erstaunlich konkret. Die Welt von Crimson Desert, bekannt als Pywel, soll flächenmäßig das gefeierte Red Dead Redemption 2 übertreffen. Doch damit nicht genug der Kampfansagen: Die begehbare Fläche soll „mindestens“ doppelt so groß sein wie die von Himmelsrand im legendären The Elder Scrolls 5: Skyrim. Das sind Dimensionen, bei denen man sich unweigerlich fragt, ob man diese gigantischen Weiten überhaupt jemals vollständig erkunden kann, ohne seinen Job kündigen zu müssen. Es ist ein monumentales Versprechen, das die Messlatte für den Release am 19. März (für Xbox Series X/S, PS5 und PC) in schwindelerregende Höhen treibt.
Mehr als nur leere Kilometer: Das Geheimnis von Pywel
Natürlich ist schiere Größe in der modernen Open-World-Ära kein alleiniges Qualitätsmerkmal mehr – eine sterile Wüste macht schließlich niemandem Spaß. Pearl Abyss betont daher vehement die Interaktivität von Pywel. Wir haben zwar schon einiges an Gameplay gesehen, doch viele Systeme liegen noch im Verborgenen, wie ein Drache im Nebel. Das Crafting-System? Noch ein Mysterium. Der Bau oder Erwerb von Häusern? Ebenfalls noch unter Verschluss. Besonders faszinierend bleiben die „Sky Isles“, schwebende Inseln voller Rätsel, die vertikale Erkundung versprechen und die Spielwelt nicht nur in die Breite, sondern auch in die Höhe expandieren lassen.
Drachen, Mechas und das Ende der Geschichte
Ein weiteres Detail, das Powers fallen ließ, sorgt für Diskussionen: Man wird gegen Drachen kämpfen können – Plural, wohlgemerkt. Ob diese majestätischen Bestien allerdings endgültig getötet werden können, ließ er offen. Und wie passt der erwähnte riesige Mecha-Drache „Golden Star“ in dieses Bild? Es scheint, als würde Crimson Desert Genregrenzen bewusst verwischen.
Einen Dämpfer gab es jedoch für Rollenspiel-Puristen, die auf massive Entscheidungsfreiheit hoffen: Trotz Dutzender Fraktionen, denen man im Spiel begegnen wird, haben diese keinen Einfluss auf das Ende der Geschichte. Das deutet auf eine stark inszenierte, narrative Erfahrung hin, die sich weniger an Baldur’s Gate, sondern eher an cineastischen Action-Abenteuern orientiert.


