"Goretti" fegt durch Frankreich: Hunderttausende ohne Strom
Der Nordwesten Frankreichs sah sich in der Nacht mit den eindrucksvollen Naturgewalten von Sturm "Goretti" konfrontiert, der mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern pro Stunde über die Region zog. Infolge seines tobenden Zugs blieben rund 380.000 Haushalte ohne Stromversorgung. Trotz des eindrucksvollen Ausmaßes der Schäden, die sich in umgestürzten Bäumen und massiven Beeinträchtigungen des Alltagsverkehrs äußerten, wurden laut einer vorläufigen Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Personen leicht verletzt.
Ein beeindruckendes Naturschauspiel bot sich auch in der Bretagne, wo Wellenhöhen zwischen 10 und 13 Metern einige Küstenabschnitte heimsuchten. In weiten Teilen Nordfrankreichs, insbesondere in der Normandie und Bretagne, musste der Bahnverkehr eingestellt werden, soll aber bis zum Nachmittag wieder aufgenommen werden. Auch der Großraum Paris sowie Elsass und Lothringen blieben von den Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr nicht verschont.
In den betroffenen Departements Manche und Seine-Maritime wurden die Schulen vorübergehend geschlossen. Die Behörden mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht und rieten, in den Häusern zu bleiben, um die Gefahren des Sturms zu vermeiden. Erfreulicherweise hat "Goretti" inzwischen seine Intensität verloren und zieht sich langsam zurück, sodass auf eine rasche Normalisierung der Lage gehofft werden kann.

