Google Optimize vs. Adobe Target für Ihre Conversion Rate Optimierung

Unsere CRO Consultant Anna Graser hat sich im vergangenen Jahr einige Monate mit dem richtigen Tooling für Conversion Rate Optimierungs-Maßnahmen (CRO-Maßnahmen) beschäftigt. In diesem Kommentar stellt sie ihre Erfahrungen mit Google Optimize und Adobe Target vor. Welches ist das beste Tool für Ihre CRO-Maßnahmen? Seien Sie gespannt.

Google Optimize vs. Adobe Target für Ihre Conversion Rate Optimierung. ©diva-e 2022

Als Adobe Solutions Consultant fiel meine Wahl beim Tool für CRO-Maßnahmen bisher immer auf Adobe Target. Aus Neugierde habe ich in den letzten Monaten angefangen mich nebenher auch mit Google Optimize als Alternative zu beschäftigen und möchte in diesem Artikel mein Resümee mit allen teilen.

Beschaffung

Schon bei der Beschaffung der beiden Tools zeigt sich ein großer Vorteil von Google Optimize: neben der Optimize 360 Bezahl-Version gibt es hier auch eine kostenlose Lizenz. Diese ist in ihren Möglichkeiten zwar wesentlich beschränkter als die Voll-Lizenz, bietet jedoch die Chance das Tool und seine Features zu testen. Für eine bessere Vergleichbarkeit werde ich mich im Folgenden allerdings auf die Optimize 360 Version fokussieren. Auch Adobe bietet zwei Varianten (Target und Target Premium) ihres Tools an, die sich im Umfang der Features unterscheiden. In diesem Artikel werde ich mich jeweils auf Target Premium beziehen.

Implementierung

Die Implementierung beider Tools kann entweder über einen Tag-Manager oder nativ auf der Website erfolgen. Über den jeweiligen Haus-Tag-Manager (Adobe Launch bzw. Google Tag Manager) funktioniert die Einbindung der beiden Tools reibungslos. Beide bringen auch ein sogenanntes Pre-Hiding-Snippet mit, welches gegebenenfalls Seiten-Flackern vorbeugen kann. Auch die Einbindung über die Tag-Management-Systeme anderer Anbieter funktioniert mit beiden Tools.

Standard-Features

Mit Blick auf die Standard-Features bietet Adobe neben A/B/n-Testings, Personalisierungen und Multivariaten Tests im Gegensatz zu Google auch Auto-Targeting, Automated Personalizations und Recommendations an. Neben den in beiden Tools vorhandenen WYSIWYG-Editoren bietet Adobe Target außerdem einen Code-Editor für die Erstellung von Experimenten an. Über diesen Code-Editor kann neben HTML-Code auch eine Komponente aus dem Adobe Experience Manager, Adobe’s CMS, für Testing- und Personalisierungs-Maßnahmen verwendet werden. Eine gemeinsame Integration der beiden Tools lässt es zu, dass Komponenten, die im AEM gebaut wurden per Knopfdruck in Target verfügbar sind und für Experimente genutzt werden können.

Targeting-Optionen

Jede Personalisierungsmaßnahme benötigt selbstverständlich auch Segmente und hierfür stehen in beiden Tools standardmäßig eine Vielzahl an Targeting-Optionen zur Verfügung. Google Optimize bringt dabei Connectoren zu Google Ads und Google Analytics mit, über die einfach auf Zielgruppen zugegriffen werden kann. Adobe Target kann im Gegensatz dazu innerhalb der Adobe Experience Cloud auf die Segmente aus allen weiteren Tools innerhalb eines Unternehmens wie der Adobe Experience Platform oder dem Audience Manager zugreifen. Aber eigentlich nicht weiter verwunderlich – innerhalb ihrer eigenen Universen lassen sich sowohl Target als auch Optimize problemlos integrieren.

Ein Detail im Puncto Targeting ist allerdings noch erwähnenswert: mit Adobe Target lassen sich über sogenannte Profile Scripte – frei definierbare JavaScript Schnipsel – Informationen in die Cookies der Website-Besucher schreiben, welche anschließend für die Segmentierung genutzt werden können.

Auswertung

Nachdem die Aktivitäten aufgesetzt sind und wir Zielgruppen definiert haben, geht es natürlich noch um die Auswertung der Maßnahmen. Auch hier ist es wieder wenig verwunderlich, dass sowohl Target als auch Optimize innerhalb ihrer Welt hervorragend mit den jeweiligen Analytics-Tools funktionieren und die Auswertungen direkt in Adobe bzw. Google Analytics möglich sind. Betrachtet man allerdings das in den Tools vorhandene Reporting, ist Target Optimize mit Blick auf die detailreiche Auswertung und vor allem das Vorhandensein von Signifikanzen um einiges voraus.

Hier finden Sie eine Gegenüberstellung der beiden Tools in den bereits vorgestellten Aspekten:

©diva-e 2022

Fazit

Abschließend kann ich nach einigen Monaten der Arbeit mit beiden Tools Folgendes sagen:

  • Google Optimize gewinnt im Puncto intuitive Bedienbarkeit und leichtes Verständnis. Außerdem ein großer Pluspunkt ist aus meiner Sicht die kostenlose Test-Version und auch der Preis einer Google Optimize 360 Lizenz verglichen mit der von Adobe Target. Gerade für Unternehmen, die gerade ihre ersten Schritte im Bereich CRO wagen und vor allem simple Tests umsetzen möchten, ist Google Optimize auf jeden Fall die richtige Wahl.
  • Adobe Target zeigt bei der Umsetzung von komplexen Aktivitäten seine große Stärke. Der Code-Editor und die Integration mit dem AEM vereinfachen auch eine schnelle Skalierbarkeit von Test-Programmen in größeren Unternehmen und eine leichtere Abgrenzung zwischen Content und Code. Der Content kann von den jeweiligen Abteilungen im AEM angelegt und von den Target-Enwickler:Innen im Experiment verbaut werden. Aus diesem Grund ist aus meiner Sicht für große Organisationen mit vielen Stakeholdern Adobe Target der Gewinner.

IT / Onlinehandel allgemein / Beschaffung / Conversion
[onlinemarktplatz.de] · 20.01.2022 · 08:01 Uhr
[0 Kommentare]
 
Affenpocken-Fälle in Berlin - Zahl der Nachweise steigt
Berlin (dpa) - Nach einem ersten Fall in München sind nun auch in Berlin zwei Infektionen mit […] (24)
Renée Zellweger trägt gerne Körperprothesen für ihre Rollen
Renée Zellweger
(BANG) - Renée Zellweger liebt es, sich körperlich in ihre Charaktere zu verwandeln. Die US-Schauspielerin […] (00)
 
 
Suchbegriff

Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News