Goldpreis klettert nahe Allzeithoch: Unsicherheit lässt Investoren aufhorchen
Am Dienstag starteten die Gold-Futures mit einem Eröffnungspreis von 3.404,20 US-Dollar pro Feinunze und verzeichneten damit einen leichten Anstieg von 0,2 % im Vergleich zum Montagsschlusskurs von 3.396,40 US-Dollar. Zum dritten Mal in Folge verweilt der Goldpreis nun über der psychologisch wichtigen Marke von 3.400 US-Dollar, in unmittelbarer Nähe seines Rekordhochs von 3.485,60 US-Dollar.
Die Weltpolitik, allen voran die Spannungen im Nahen Osten sowie drohende Handelskonflikte der USA mit der EU und Japan, rücken verstärkt in den Fokus der Anleger. Präsident Donald Trump kündigte an, baldige Pharma-Tarife zu verabschieden. Derweil spitzt sich die Lage im Nahen Osten weiter zu: Nach israelischen Luftschlägen gegen iranische Atom- und Militäranlagen am vergangenen Freitag dauern die Raketenangriffe zwischen beiden Ländern an. Gold bleibt gerade in Zeiten geopolitischer Unruhen ein bedeutender Anziehungspunkt für Investoren.
Gold konnte über die letzten sieben Tage hinweg einen Zuwachs von 3,1 % verzeichnen, ausgehend von einem Eröffnungspreis von 3.302 US-Dollar vom 10. Juni. Der Blick auf die Entwicklung der letzten vier Wochen zeigt einen Anstieg um 5,5 %, nachdem der Preis am 16. Mai noch bei 3.227,70 US-Dollar lag. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat der Goldpreis beeindruckende 46,7 % zugelegt, ausgehend von einem Eröffnungskurs von 2.320,20 US-Dollar am 17. Juni 2024.
Andrea Travers, Kenner der Goldmärkte und Herausgeber der Zeitschrift COINage, empfiehlt, 5 % bis 15 % des Vermögens in Gold anzulegen, für Risikofreudige sogar bis zu 20 %. Eine solch durchdachte Allokation hilft, das Risiko über lange Sicht besser zu steuern. Ein Blick in die eigenen Schmuckkästchen könnte ebenfalls lohnenswert sein, denn der sprunghafte Anstieg des Goldpreises kann den Wert von Schmuckstücken erheblich beeinflussen—ansonsten schlagen beim Kauf und Verkauf von Goldmünzen und Schmuck gewisse Gebühren zu Buche.
Die aktuelle stabile Nachfrage nach Gold und die Einflüsse geopolitischer Unsicherheiten sowie Veränderungen in der US-amerikanischen Zollpolitik sind vielversprechende Vorboten für einen weiteren Preisanstieg. Goldman Sachs prognostiziert gar einen Preis von 3.700 Dollar pro Feinunze bis Ende 2025. Zentralbanken weltweit und ein verstärktes Anlegerinteresse treiben den Run auf das Edelmetall weiter an.

