Goldpreis erreicht Vierwochentief: Anleger meiden sicheren Hafen
Der Goldpreis hat einen bemerkenswerten Rückgang auf den tiefsten Stand seit vier Wochen erlebt. Im Mittagshandel wurde das Edelmetall zu 3.286 Dollar je Feinunze gehandelt, was einem Verlust von rund 42 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht. Diese Abwärtsbewegung wird von einer erhöhten Risikobereitschaft der Anleger begleitet, die durch eine Entspannung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ausgelöst wurde. Somit hat das Interesse an Gold als sicherer Anlagehafen spürbar abgenommen.
Seit Beginn der Handelswoche ist der Goldpreis um etwa zweieinhalb Prozent gefallen und liegt damit unter dem Niveau vor dem Ausbruch des Konflikts zwischen Israel und Iran am 13. Juni. Verglichen mit dem Rekordhoch von 3.500 Dollar im April ist der aktuelle Preisrückgang signifikant. Auch in Euro verzeichnete der Goldpreis einen Rückgang, wobei er auf 2.804 Euro fiel.
Trotz der Verluste sehen Marktanalysten die Zentralbanken weiterhin als stabilisierenden Faktor für den Goldmarkt. Carsten Fritsch von der Commerzbank verweist auf neueste Erhebungen des Official Monetary and Financial Institutions Forum, wonach ein Drittel der befragten Zentralbanken plane, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre zusätzliche Goldkäufe zu tätigen. Eine ähnliche Tendenz wurde bereits durch den World Gold Council bestätigt, der das anhaltende Bestreben vieler Notenbanken zur Aufstockung ihrer Goldreserven aufzeigte.

