Goldman Sachs profitiert von Apple-Deal und Marktboom
Der Verkauf des Geschäfts mit der Apple-Kreditkarte an JPMorgan hat der US-amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs gegen Ende 2025 einen deutlichen Gewinnanstieg beschert. Dank der Auflösung von Rückstellungen über fast 2,1 Milliarden US-Dollar für potenzielle Kreditausfälle konnte das Geldinstitut im letzten Quartal erhebliche Gewinne verzeichnen. Die Übergabe der Verantwortung für die Apple Card an JPMorgan, die in den nächsten zwei Jahren vollständig erfolgen soll, markiert für Goldman Sachs das Ende einer kostspieligen Phase im Geschäft mit durchschnittlichen Privatkunden.
Indes verzeichnete JPMorgan einen Rückgang der Gewinne, da das Unternehmen im Gegenzug seine Risikovorsorge erhöhen musste. Für die Aktionäre von Goldman Sachs brachte das vierte Quartal einen Gewinn von nahezu 4,4 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Zuwachs ist besonders auf die durch die aufgelösten Rückstellungen ermöglichte Gewinnsteigerung zurückzuführen. Parallel dazu florierte bei Goldman Sachs der Wertpapierhandel, insbesondere im Bereich Aktien und Anleihen, mit einem Quartalsumsatz im Aktiengeschäft von beeindruckenden 4,3 Milliarden Dollar, was einem Zuwachs von 25 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Nie zuvor erzielte eine Bank an der Wall Street in einem Quartal vergleichbare Einnahmen aus dem Aktienhandel.
Für das gesamte Jahr stiegen die Einnahmen von Goldman Sachs um neun Prozent auf 58,3 Milliarden Dollar, während der Reingewinn um über 20 Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar kletterte. Der verwöhnungsfreudige Effekt zeigt sich auch in der geplanten Ausschüttung: Die Aktionäre dürfen sich nun auf eine vierteljährliche Dividende von 4,50 Dollar pro Aktie freuen, was einer Erhöhung von 50 Cent entspricht.

