Gold trotzt volatilem Umfeld: Fed-Entscheidungen und geopolitische Spannungen im Fokus
Der Goldmarkt zeigt sich stabil, obwohl die Handelsaktivität aufgrund des Thanksgiving-Feiertags in den USA gedämpft war. Investoren konzentrieren sich derweil auf mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank und die steigenden Spannungen in der Ukraine.
Der Goldpreis bewegte sich am Freitag nahe der Marke von 2.640 US-Dollar pro Unze, was einem Wochenverlust von rund 3 % entspricht. Dies geschah, nachdem eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah die Nachfrage nach sicheren Häfen etwas abschwächte. Trotzdem prognostizieren Swap-Märkte eine über 60%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed im nächsten Monat die Zinssätze erneut senken wird.
Gleichzeitig sind die Märkte aufmerksam gegenüber den erneuten Drohungen aus Russland, nachdem Präsident Wladimir Putin am Donnerstag verlauten ließ, seine Streitkräfte könnten neue ballistische Raketen gegen „Entscheidungszentren“ in Kiew einsetzen, was den Ukraine-Konflikt weiter eskalieren könnte. Trotz dieser Unruhen liegt Gold in diesem Jahr fast 30% im Plus, ein Anstieg, der sich jedoch in diesem Monat umkehrte.
Der Wahlsieg von Donald Trump ließ den Dollar steigen und machte Gold für viele Käufer teurer. Allerdings verzeichnet der US-Dollar-Index seinen ersten wöchentlichen Rückgang seit acht Wochen, was für Gold eine positive Entwicklung bedeuten könnte, sollten die Verluste anhalten.
Auch der Spotpreis für Gold blieb nahezu unverändert bei 2.637,32 US-Dollar pro Unze, während der Bloomberg Dollar Spot Index um 0,1% fiel und in dieser Woche um 1% zurückging. Silber blieb stabil, während Platin und Palladium leichte Verluste verzeichneten.

