GMX und Web.de starten Hybridbrief ab 54 Cent
06. Juli 2010, 15:16 Uhr · Quelle: toptechnews.de
Der Kampf um den Brief der Zukunft geht in eine neue Runde. Ein Konkurrent der Post platziert seine neuen digitalen Produkte auf dem Markt und will dem ehemaligen Monopolisten Deutsche Post Anteile abjagen. Der Internetkonzern United Internet aus Montabaur startet ein entsprechendes Angebot bereits ab sofort für die Kunden seiner Maildienste GMX und Web.de. Die Deutsche Telekom will dagegen am Dienstag in Baden-Württemberg laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zunächst einen großflächig angelegten Test des elektronischen Briefservices De-Mail durchführen. Mitte Juli folgt dann die Post selbst mit ihrem E-Postbrief.
Die Post selber will laut Informationen von "Die Welt" mit ihrem eigenen Hybridbrief am 14. Juli starten. Vorteil bei dieser Lösung: Empfänger und Absender müssen sich vor der Teilnahme an diesem Service bereits einmalig eindeutig identifizieren. Die Bundesnetzagentur habe einen Preis von 39 Cent für den E-Postbrief genehmigt. Hinzu kämen allerdings noch die Gebühren für das Ausdrucken, das Briefpapier und den Briefumschlag sowie das Kuvertieren. Der endgültige Preis für den neuen Postservice soll aber unter den 55 Cent eines normalen Briefes liegen. Erste Partner zum Start sind unter anderem der ADAC, die Allianz, der Softwarekonzern SAP sowie Lotto Hessen. Die Post geht bereits im ersten Jahr von einer Million Kunden aus und rechnet mit einem Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe.

Vorab-Registrierung für De-Mail jetzt bereits bei Web.de und GMX. Screenshot: onlinekosten.de
Die Telekom gab am Dienstag grünes Licht für einen großflächigen Test der De-Mail in der Region Bodensee-Oberschwaben. Teilnehmen könnten rund 600.000 Menschen, auch mehreren Dutzend Unternehmen beteiligten sich an dem Feldversuch. In kleinerem Maßstab war die sichere De-Mail bereits vorab in Friedrichshafen getestet worden. Die Telekom erhält bei dem Projekt Unterstützung vom Bundesinnenministerium.
Hybridbrief ab 54 Cent bei GMX und Web.de
Die Maildienste GMX und Web.de gaben bekannt, dass ihre zusammen rund 25 Millionen Kunden nun auch sogenannte Hybridmail-Angebote nutzen könnten. Der Service werde nach Angaben eines GMX-Sprechers im Laufe des Dienstags für die Kunden freigeschaltet. Aus dem E-Mail-Postfach lassen sich Nachrichten auch an Empfänger ohne E-Mailanschluss zustellen. Die entsprechende E-Mail wird ausgedruckt, kuvertiert und dem Empfänger per Post zugestellt. GMX kooperiert dabei mit dem Hybridmail-Anbieter ediPost, Web.de arbeitet mit IAB/Francotyp-Postalia zusammen. Diesen Service will United Internet jeweils ab 54 Cent anbieten. Damit unterbietet der Internetkonzern den derzeitigen Preis für einen über die Deutsche Post versandten Standardbrief um 1 Cent.Die Post selber will laut Informationen von "Die Welt" mit ihrem eigenen Hybridbrief am 14. Juli starten. Vorteil bei dieser Lösung: Empfänger und Absender müssen sich vor der Teilnahme an diesem Service bereits einmalig eindeutig identifizieren. Die Bundesnetzagentur habe einen Preis von 39 Cent für den E-Postbrief genehmigt. Hinzu kämen allerdings noch die Gebühren für das Ausdrucken, das Briefpapier und den Briefumschlag sowie das Kuvertieren. Der endgültige Preis für den neuen Postservice soll aber unter den 55 Cent eines normalen Briefes liegen. Erste Partner zum Start sind unter anderem der ADAC, die Allianz, der Softwarekonzern SAP sowie Lotto Hessen. Die Post geht bereits im ersten Jahr von einer Million Kunden aus und rechnet mit einem Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe.

Vorab-Registrierung für De-Mail jetzt bereits bei Web.de und GMX. Screenshot: onlinekosten.de
De-Mail startet gegen Ende des Jahres
Gegen Ende des Jahres soll dann auch, nach Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes, die unter anderem von der Telekom angebotene rechtsverbindliche De-Mail nutzbar sein. Diese soll Behörden, Unternehmen und Privatpersonen den rechtssicheren Versand elektronischer Dokumente ermöglichen. Interessant ist dies zunächst vor allem für Firmenkunden. Bereits jetzt könnten sich Kunden von GMX und Web.de vorab kostenlos über ihr Postfach ihren eigenen Namen für die De-Mail-Adresse reservieren. In der Navigatorleiste des Maildienstes haben die Anbieter ein De-Mail-Logo integriert. Der reservierte Name würde dann vor dem "@"-Zeichen zu finden sein. Das De-Mail-Postfach wird bei GMX und Web.de im bestehenden Account integriert. Laut "Die Welt" plane die United-Internet Tochterfirma 1&1 einen Preis von 15 Cent für den Versand einer De-Mail. Neben Einzelpreisen würde es nach Angaben des Unternehmens auch Flatrates geben. Bereits im Februar hatte 1&1 einen Preiskampf im De-Mail System angekündigt. Vor der endgültigen Freischaltung müssen sich die Kunden auf dem Postweg über einen Dienstleister einmalig mit ihrem Personalausweis identifizieren. Dieser komme dafür vor Ort an die Haustür des Kunden.Die Telekom gab am Dienstag grünes Licht für einen großflächigen Test der De-Mail in der Region Bodensee-Oberschwaben. Teilnehmen könnten rund 600.000 Menschen, auch mehreren Dutzend Unternehmen beteiligten sich an dem Feldversuch. In kleinerem Maßstab war die sichere De-Mail bereits vorab in Friedrichshafen getestet worden. Die Telekom erhält bei dem Projekt Unterstützung vom Bundesinnenministerium.

