Globale Wirtschaft trotzt Turbulenzen unter Trump
Donald Trumps erste Monate im Amt galten als voller Bedrohungen für die globale Wirtschaftsordnung, von massiven Zollschocks bis hin zu Ambitionen, die Kontrolle über die Federal Reserve zu erlangen. Doch trotz düsterer Prognosen zu Beginn seiner Amtszeit, als Rezessionsängste dominierten und ein Zusammenbruch des Welthandels befürchtet wurde, zeigen sich die Märkte bemerkenswert stabil.
Weltweit wachsen die Volkswirtschaften weiterhin, die Aktienkurse steigen, und Inflationsängste bleiben gedämpft. Der Schlüssel zu dieser Widerstandskraft liegt in mehreren Faktoren: leicht zugängliche Finanzierungen, solide Bilanzen von Haushalten und Unternehmen, ein potenzieller ProduktivitätsSchub durch KI und gesunkene Energiepreise.
Glücklicherweise haben sich die schlimmsten Befürchtungen eines eskalierenden Handelskriegs nicht bewahrheitet. Es wurden pragmatische Abkommen mit Exportnationen sowohl in Europa als auch Asien getroffen, die übertriebene Zollerhebungen abwehrten.
Trotz Trumps Bemühungen, Einfluss auf die Fed zu nehmen, zeigen sich die Finanzmärkte bislang unbeeindruckt. Der Renditerückgang der amerikanischen 10-jährigen Schatzanweisungen von 4,6% auf aktuell etwa 4,1% wird nicht als Vertrauensverlust gewertet. Die Fed hat Kürzungen der Leitzinsen vorgenommen, zuletzt um 25 Basispunkte, und zeigt sich optimistisch, die Inflationsziele zu erreichen.
Weltweit erleben Volkswirtschaften eine Phase relativer Stabilität. Die EZB hat ihre Wachstumsprognose für 2025 angehoben, während Deutschland sich auf eine Wachstumsphase von 1,5-2,0% in den kommenden Jahren vorbereitet. Italien und Spanien zeigen ebenfalls robuste wirtschaftliche Entwicklungen. In Japan sorgt die positive Stimmung der Hersteller für Optimismus.
Allerdings bleibt die Frage, ob das Fundament dieser Stabilität langfristig belastbar ist. Einige Experten warnen, dass die Auswirkungen der Zölle bisher unterschätzt werden und die tatsächlichen wirtschaftlichen Belastungen noch sichtbar werden könnten. Trotz des aktuellen Höhenflugs der Märkte gibt es Bedenken, dass diese nicht die tatsächlichen wirtschaftlichen Realitäten widerspiegeln.

