Glasfaser-Offensive: Wildberger setzt auf Tempo und Beteiligung
Die Glasfaserrevolution in Deutschland nimmt Fahrt auf: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) möchte den Ausbau der modernen Telekommunikationsinfrastruktur beschleunigen und setzt dabei auch auf die Unterstützung der Nutzer. Bereits in 19 von über 40 Millionen Haushalten des Landes wurden Glasfaseranschlüsse verlegt.
Doch trotz des neuen Schwungs bei der Verlegung, genießt nur etwa ein Viertel dieser Anschlüsse tatsächliche Nutzung durch die Verbraucher. Wildberger fordert von den Telekommunikationsanbietern, die überzeugenden Vorteile der Glasfasertechnik besser an den Mann zu bringen.
Mit optimierten Rahmenbedingungen möchte das Ministerium den Ausbau weiter vorantreiben. Die kürzlich erfolgte Novellierung des Telekommunikationsgesetzes, die der Bundestag verabschiedet hat, zielt darauf ab, den Ausbau der Kommunikationsnetze als "überragendes öffentliches Interesse" zu priorisieren.
Genehmigungsverfahren, die bisher bis zu zwei Jahre in Anspruch nehmen konnten, sollen nun auf wenige Monate verkürzt werden. Der Minister, der auch auf seine Erfahrung als ehemaliger Manager blickt, betonte, dass er in vier Jahren an der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur gemessen werden möchte.
Glasfaser werde als Zukunftstechnologie angesehen und biete unschlagbare Vorteile: höhere Geschwindigkeiten, mehr Kapazität, geringere Verzögerungen und einen geringeren Energieverbrauch. Ziel der Bundesregierung ist es, Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen.

