Gipfeltreffen in Paris: Ein neuer Anlauf für Frieden in der Ukraine
Im Herzen der französischen Hauptstadt haben die westlichen Unterstützer der Ukraine gemeinsam mit US-Vertretern intensive Beratungen aufgenommen, um einen potenziellen Waffenstillstand im von Russland angegriffenen Land abzusichern. Das Treffen der „Koalition der Willigen“ vereint Stimmen aus 35 Nationen, darunter beeindruckende 27 Staats- und Regierungschefs. Für Deutschland brachte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in die Gespräche ein. Auch die Anwesenheit des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des Nato-Vorsitzenden Mark Rutte unterstreicht die Bedeutung der Verhandlungen. Die USA sind vertreten durch den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump.
Präsident Selenskyj betonte in sozialen Medien die Dringlichkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen und erwartet von den Partnern Unterstützung, die eine wahre Sicherheit für sein Land schaffen könnte. Angesichts der anhaltenden russischen Angriffe liegt Selenskyjs Augenmerk besonders auf der Verbesserung der ukrainischen Flugabwehr – ein Thema, das er mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron intensiv diskutierte.
Das von Frankreich und Großbritannien geleitete Treffen befasst sich unter anderem mit der Initiative einer multinationalen Truppe, die einen Friedensprozess zwischen den beteiligten Länder stützen soll. Diese Truppe soll, so der Plan, eine Eskalation verhindern und der Ukraine dauerhafte Friedensperspektiven bieten, ohne direkt an der Front eingesetzt zu werden – eine Botschaft, die besonders die französische Regierung hervorhob.
Bereits im September einigten sich 26 westliche Länder auf die Entsendung von Truppen in die Region, um einen Waffenstillstand zu sichern. Es bleibt jedoch vage, welche Nationen wie viele Soldaten und welches Militärgerät bereitstellen. Auch die Rolle der Bundeswehr bleibt bislang unbestimmt, denn die Bundesregierung hat sich noch nicht konkret zu einem Beitrag geäußert.
Russland betrachtet die „Koalition der Willigen“ mit Argwohn und lehnt die Entsendung ausländischer Truppen in die Ukraine strikt ab. Der Kreml unter der Führung Wladimir Putins setzt auf bilaterale Lösungen mit den USA und kritisiert europäische Initiativen als Kriegstreiber.

