Gipfel-Spekulationen um Treffen von Trump und Putin in Budapest
Die internationalen diplomatischen Spannungen rund um den Ukraine-Konflikt nehmen weiter zu, während die USA und Russland an Vorbereitungen für ein geplantes Gipfeltreffen der Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin in Budapest arbeiten. Der US-Außenminister Marco Rubio und sein russisches Pendant Sergej Lawrow führten jüngst Telefonate, um die Rahmenbedingungen für das Treffen zu klären. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto befindet sich derweil auf einem Besuch in Washington, um ebenfalls die Weichen für den Gipfel zu stellen.
Während die diplomatischen Vorbereitungen in vollem Gange sind, sorgt ein Meinungswandel von Donald Trump für Aufsehen: Er äußerte Zweifel, dass die Ukraine den Krieg gewinnen könne, obwohl er einen ukrainischen Sieg in der Vergangenheit nicht ausgeschlossen hatte. Ein Anruf von Putin hat offenbar zu einem Perspektivwechsel seitens Trump geführt, welcher nun eine Verhandlungslösung anstrebt, bei der die gegenwärtigen Frontlinien eingefroren werden könnten.
Die geplante Zusammenkunft in Budapest stößt vielerorts auf Ablehnung. Kritiker werfen Ungarn unter der Führung des Premierministers Viktor Orban Nähe zu Russland vor, was Budapest als neutralen Austragungsort kompromittiert. Demgegenüber äußerte die AfD-Chefin Alice Weidel Sympathien für Budapest als Dialogplattform, während Kritiker wie der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter harte Strafmaßnahmen gegen Ungarn fordern, sollte Putin dort ungehindert einreisen dürfen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj koordiniert indes den Erwerb von Patriot-Flugabwehrsystemen aus den USA, nachdem Bestrebungen, Tomahawk-Marschflugkörper zu erhalten, unerfüllt blieben. In der Region Kupjansk im Osten der Ukraine verschärfen sich die Auseinandersetzungen, da russische Truppen weiter in die Stadt vordringen.

