Gewinnmitnahmen belasten Aktien von Friedrich Vorwerk und MBB
Die Aktien von Friedrich Vorwerk und der Muttergesellschaft MBB gerieten am Donnerstag nach der Präsentation endgültiger Halbjahreszahlen unter Druck. Die Papiere des im SDax gelisteten Unternehmens für Energieinfrastruktur schlossen mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 85,00 Euro, nachdem sie am Vortag mit 89,60 Euro einen Höchststand erreicht hatten. Auch die Anteilscheine der Beteiligungsgesellschaft MBB, die ihre Zahlen für das erste Halbjahr ebenfalls bekanntgab, verloren 3,0 Prozent und schlossen bei 166,60 Euro. Im Juli hatten sie noch ein Hoch von 178 Euro verzeichnet.
Aus Marktkreisen war zu vernehmen, dass es sich bei den Verluste vorrangig um Gewinnmitnahmen handelte. Besonders ins Auge fiel hierbei der gesunkene Auftragseingang von Friedrich Vorwerk, der sich auf 220 Millionen Euro belief, verglichen mit 408 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2024. Andreas Lipkow, ein Experte für Aktienhandel, kommentierte, dass die jüngsten Kursverluste trotz des insgesamt positiven Nachrichtenflusses und der effektiven Infrastrukturprogramme in Deutschland und der EU erwartet wurden. Die Ende Juli veröffentlichten Ziele von Friedrich Vorwerk für Umsatz und operative Marge bis 2025 stützen die optimistischen Analystenprognosen, darunter ein Kursziel von 95 Euro seitens des Bankhauses Metzler und 100 Euro von der Berenberg Bank.
Während MBB ebenfalls von Vorwerks Optimismus profitierte und ihre eigenen Ziele anhob, zeigte sich im Jahresvergleich eine divergierende Entwicklung der Aktienkurse. Während die von Friedrich Vorwerk um beeindruckende 215 Prozent zulegten, stiegen die von MBB lediglich um 67 Prozent. Friedrich Vorwerk verfügt über eine Marktkapitalisierung von etwa 1,7 Milliarden Euro. Für MBB beläuft sich der Börsenwert auf rund 900 Millionen Euro, wobei sich die Beteiligung an Friedrich Vorwerk mit 850 Millionen Euro zu Buche schlägt. Zudem hält MBB auch Anteile am ehemaligen SDax-Unternehmen Aumann.

