Gesundheitswesen im Fokus: Vorschläge für effiziente Krankenkassenbeiträge diskutiert
Die von Gesundheitsministerin Nina Warken geplanten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge rufen nach einer breiteren Implementierung. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bringt ihre Ansicht klar zum Ausdruck: Die vorgesehenen Reformen sollten auf weitere Bereiche ausgeweitet werden. Vorstand Eugen Brysch hebt dabei die rasant gestiegenen Ausgaben für ambulante Behandlungen hervor, die im ersten Halbjahr den höchsten Zuwachs seit einem Jahrzehnt verzeichneten.
Zunächst erweist sich das System von Vermittlungshonoraren, die Haus- und Fachärzte für die Vergabe von Terminen erhalten, als Hauptverursacher der Kostenexplosion. Diese Praxis erschwert es selbst chronisch Kranken und Pflegebedürftigen, rechtzeitig einen Facharzttermin zu bekommen. Brysch erläutert: 'Ein solcher Ansatz ist allem Anschein nach ineffizient.' Auch die Pharmaindustrie müsse genauer unter die Lupe genommen werden, um Sparpotenziale zu identifizieren.
Mit einem geplanten Sparpaket, das am Mittwoch im Bundeskabinett besprochen wird, möchte Warken erneute Beitragserhöhungen Anfang 2026 vermeiden. Das Paket, das insbesondere Ausgabenbremsen in den Kliniken vorsieht, zielt darauf ab, die drohende Finanzlücke von zwei Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen zu schließen. Bereits zu Beginn des Jahres 2025 wurden durch weitreichende Erhöhungen der Zusatzbeiträge die finanziellen Belastungen für Versicherte spürbar angehoben.

