Gesundheitssektor im Gazastreifen vor Kraftakt - Milliarden für Wiederaufbau benötigt
Der Gesundheitssektor im Gazastreifen steht vor einer gewaltigen Herausforderung: Der Wiederaufbau von Krankenhäusern und Arztpraxen wird Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge mehrere Milliarden Dollar erfordern. Erste Berechnungen kalkulieren mit rund drei Milliarden Dollar, um den dringendsten Bedarf innerhalb der nächsten 18 Monate zu decken.
Mittelfristig, über einen Zeitraum von fünf bis sieben Jahren, könnte sich der Finanzierungsbedarf auf nahezu zehn Milliarden Dollar belaufen, wie Rik Peeperkorn, der WHO-Vertreter für die Palästinensergebiete, kürzlich veröffentlichte. Während einer Pressekonferenz der WHO sprach er von einer kaum vorstellbaren Zerstörungswelle im Gazastreifen, die nahezu kein Krankenhaus und keine Praxis verschont habe.
Mit dem Inkrafttreten einer Waffenruhevereinbarung, die für Sonntag vorgesehen ist, schüren sich Hoffnungen auf nachhaltigen Frieden. Die Vereinten Nationen, die Weltbank und die Europäische Union intensivieren ihre Analysen zu den Kosten des Wiederaufbaus.
Peeperkorn betonte die gemeinsame Verantwortung der internationalen Gemeinschaft und hob hervor, dass alle WHO-Mitglieder, einschließlich Israel, zur Finanzierung beitragen sollten.

