Gerresheimer unter Druck: Kursverlust und Vertrauenskrise beschäftigen Anleger
Die Finanzmärkte beobachten weiterhin die turbulenten Entwicklungen beim Verpackungshersteller Gerresheimer, nachdem das Unternehmen kürzlich eine Gewinnwarnung und Dividendensenkung angekündigt hatte. Die Aktien des Unternehmens, das auf Verpackungslösungen für die Pharma- und Kosmetikbranche spezialisiert ist, fielen am Mittwoch auf 46,16 Euro und markierten damit ein neues Tief seit 2015.
Insgesamt verzeichnete Gerresheimer im laufenden Jahr einen Wertverlust von 35 Prozent und steht damit im MDax nur noch vor Puma. Victoria Lambert von der Privatbank Berenberg hat als neueste unter den Analysten ihre Einstufung auf "Hold" gesenkt. Sie betonte die geringe Vorhersehbarkeit der zukünftigen Geschäfte des Unternehmens und kritisierte die derzeitige Glaubwürdigkeit des Managements, welche ihrem Tiefpunkt nahe sei.
Obwohl das neue Kursziel von Lambert bei 55 Euro liegt, weiterhin oberhalb des aktuellen Xetra-Niveaus, bleibt die Unsicherheit groß. Analysten verweisen auf ein mögliches Zwischentief bei 41 Euro, welches aus dem Jahr 2014 stammt. Trotz der immensen Kursverluste von 27 Prozent in dieser Woche bleibt abzuwarten, ob sich die Aktien von Gerresheimer kurzfristig erholen werden.

