German Exportwirtschaft: Maschinenbau trotzt Abwärtstrend
Die deutsche Maschinen- und Anlagenbauindustrie zeigt eine leichte Stabilisierung der Exportzahlen im März, wenngleich die Herausforderungen bestehen bleiben. Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) steigerte sich das Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Jedoch sind die preisbereinigten Zahlen mit einem Rückgang von 0,4 Prozent noch nicht gänzlich positiv.
Der Chefvolkswirt des VDMA, Johannes Gernandt, sieht in den neuen Zahlen zumindest einen Hoffnungsschimmer. Der bisherige Abwärtstrend könnte sich abschwächen, allerdings sei es noch zu früh für eine Entwarnung. Im ersten Quartal des Jahres lag das Exportvolumen um 3,6 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums, preisbereinigt beläuft sich diese Abweichung sogar auf 5,4 Prozent. Besonders deutliche Einbußen sind im Geschäft mit China zu verzeichnen, doch auch in Europa und den USA zeigt sich eine schwächelnde Nachfrage.
Besonders besorgniserregend für die Branche ist die US-amerikanische Zollpolitik, da die USA noch immer der wichtigste Einzelmarkt für den deutschen Maschinenbau sind. Trotz der temporären Aussetzung der erhöhten Importzölle von 20 Prozent bestehen weiterhin pauschale Zölle von 10 Prozent auf Maschinen, was die Unsicherheiten zusätzlich schürt. Gernandt warnt, dass neue Handelsbarrieren für die Branche zur Unzeit kommen, da offene Märkte essenziell sind und politische Störfeuer vermieden werden sollten.

