Gerichtsurteil zu Apples 'Grüner' Uhr erwartet: Ein irreführendes Versprechen?
In Frankfurt richtet sich am Dienstag die Aufmerksamkeit auf den Technologieriesen Apple, dessen umstrittene Umweltversprechen bezüglich ihrer Smartwatch-Modelle derzeit auf dem Prüfstand stehen. Der Vorwurf, den der Verein Deutsche Umwelthilfe (DUH) erhebt, lautet 'Greenwashing' – eine Praxis, bei der Produkte mit übertrieben nachhaltigen Eigenschaften beworben werden. Kern der Auseinandersetzung ist das Versprechen von CO2-Neutralität durch Apple.
Seit diesem Jahr bezeichnet Apple drei ihrer Smartwatch-Modelle als CO2-neutral. Die Emissionen würden dem Konzern zufolge größtenteils in der Produktions- und Transportphase reduziert und der verbleibende Teil über naturbasierte Kompensationsprojekte ausgeglichen. Die DUH ist skeptisch und hat Klage eingereicht, um diese Werbung verbieten zu lassen. Ein Urteil könnte Apple zwingen, seine Kampagne zu stoppen.
Bereits in einer Verhandlung im Juni zeigte das Landgericht Zweifel an einigen Kompensationsprojekten von Apple. Vor allem die Nachhaltigkeit seiner Aufforstungsprojekte in Paraguay, die nur teilweise langfristig gesichert sind, erscheint fraglich. Verbraucher könnten bei einem derart prominenten Versprechen eine langfristige Lösung bis 2045 oder 2050 erwarten, so das Gericht.
Trotz dieser Herausforderungen bleibt Apple standhaft und verteidigt seine CO2-Neutralitätsclaims energisch. Ein Sprecher betonte die Bemühungen des Unternehmens im Bereich saubere Energie und designte Produkte, die Emissionen drastisch reduzieren. Die kritische Auseinandersetzung mit der DUH wird hingegen als Hindernis für die Klimaschutzbestrebungen des Unternehmens wahrgenommen.

