Geparkte Flugzeuge: EU-Sanktionen sorgen für andauernde Bodenzeit an deutschen Flughäfen
Auf deutschen Flughäfen stehen seit über drei Jahren mehrere Flugzeuge still, die aufgrund von EU-Sanktionen gegen Russland nicht abheben dürfen, bestätigte das Bundesverkehrsministerium kürzlich. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit den Sanktionen, die im Februar 2022, in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, eingeführt wurden. Die betroffenen Maschinen umfassen unter anderem drei russische Frachtflugzeuge vom Typ Antonow AN-124, die am Flughafen Leipzig/Halle geparkt sind. In Köln/Bonn verweilen eine Boeing 737 der Frachtfluggesellschaft Atran sowie eine Bombardier Challenger 300 von Utair. Ein weiteres betroffenes Flugzeug, eine Boeing 747 der britischen CargoLogicAir, ist am Frankfurter Flughafen Hahn stationiert. CargoLogicAir selbst musste im Jahr 2022, im Zuge der Sanktionen, seinen Betrieb einstellen und Insolvenz anmelden. In München befand sich bis Juni letzten Jahres ein Airbus A320, der ursprünglich von der Gesellschaft Aeroflot geleast wurde. Nachdem die irisch-chinesische Leasinggesellschaft die offenen Gebühren von insgesamt 470.000 Euro beglich, erhielt der Airbus die Erlaubnis, nach Ostrava in Tschechien zu fliegen. Derzeit können wegen laufender Ermittlungen zu unklaren Besitzverhältnissen keine endgültigen Aussagen über weitere betroffene Flugzeuge gemacht werden.

