Generationswechsel: Die Mobilität der Generation Z im Arbeitsmarkt
Die Bereitschaft zum Jobwechsel unter den Arbeitnehmern der Generation Z zeigt eine bemerkenswerte Dynamik im Vergleich zu den älteren Generationen. Einer aktuellen Forsa-Umfrage für das Karriereportal Xing zufolge, ziehen fast 50 Prozent der jungen Berufstätigen aus dieser Altersgruppe in Erwägung, ihren aktuellen Arbeitgeber noch in diesem Jahr zu wechseln. Interessant ist, dass bereits 54 Prozent der Generation Z, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurden, mindestens einmal den Arbeitsplatz gewechselt haben. Diese Wechselfreudigkeit lässt sich teilweise durch die Aussicht auf größere Gehaltssprünge erklären, wie der Arbeitsmarktexperte Julian Stahl von Xing anmerkt. Insbesondere der monetäre Aspekt spielt für junge Arbeitnehmer eine entscheidende Rolle: 45 Prozent dieser Gruppe sehen ein unzureichendes Gehalt als Hauptanlass für die Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen.
Die Umfrage veranschaulicht zudem die Unterschiede zwischen den Generationen. Während die Wechselquote bei den Millennials, geboren zwischen 1981 und 1996, ebenfalls hoch ist, zeigen sich nur etwa ein Drittel der Generation X (1965 bis 1980) wechselwillig. Bei den Babyboomern fällt die Quote mit 15 Prozent noch geringer aus, wobei ein erheblicher Anteil von 11 Prozent dieser Generation ihre gesamte Karriere im selben Unternehmen verbrachte.
In Bezug auf die Erwartungen an zukünftige Arbeitgeber, herrscht jedoch Einigkeit über die Generationen hinweg: Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein wesentliches Kriterium, weshalb befristete Verträge oft auf wenig Gegenliebe stoßen. Trotz einer insgesamt verschlechterten Arbeitsmarktlage, bei der die Zahl der offenen Stellen zurückgegangen ist, bleibt die grundlegende Wechselbereitschaft stabil. Über alle Altersgruppen hinweg ist etwa ein Drittel der Beschäftigten auf der Suche nach neuen Chancen oder hat bereits konkrete Schritte eingeleitet.
Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass viele Arbeitnehmer die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nicht als direkte Bedrohung ihrer persönlichen Lage empfinden und deshalb optimistischer auf ihre individuelle Zukunft blicken.

