Gendern in Landesbehörden: Diskussionen und Uneinigkeiten nehmen zu
Die Diskussion rund um das Gendern erhitzt die Gemüter – insbesondere bei jenen Bevölkerungsteilen, die von der CDU als ihre Kernwählerschaft ausgemacht wurden. Doch nicht nur in Baden-Württemberg, wo Thomas Strobl die Einführung geschlechtsneutraler Sprache vorantreiben möchte, sondern auch in Bayern hat sich Markus Söder zu diesem Thema geäußert. Der bayerische Ministerpräsident ist dafür bekannt, fast alles zu tun, was ihm Applaus bei der Bevölkerung einbringt. Nun sieht er sich sogar vom Nachbarland überholt.
Es ist kaum schwer vorherzusagen, dass sich nach den Befürwortern der geschlechtsneutralen Sprache nun auch die Gegner des Genderns formieren werden, um ihr vermeintliches Recht einzufordern. Diese Auseinandersetzungen werden zweifellos Kräfte binden und Unruhe in der Verwaltung, der Politik und den Gerichten stiften. Es gibt derzeit unzählige Themen, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen und ausgiebige Diskussionen wert sind. Doch das Binnen-I in einem Brief von einer Amtsstelle gehört für viele nicht dazu.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Debatte weiterentwickeln wird und inwieweit die Landesbehörden darauf reagieren. Für die einen handelt es sich um einen längst überfälligen Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung und Inklusion, während die anderen darin eine übertriebene politische Korrektheit und Aushöhlung der deutschen Sprache sehen.
Es bleibt also spannend, wie sich die Meinungen zu diesem Thema formieren werden und welchen Einfluss dies auf die Verwaltungsstrukturen haben wird. Eines ist jedoch sicher: Die Diskussionen dürften auch in Zukunft hitzig geführt werden. (eulerpool-AFX)

