Gemischte Signale in Europas Aktienmärkten zum Start der US-Berichtssaison
Die europäischen Aktienmärkte zeigten sich bei Beginn der US-Berichtssaison uneinheitlich und verzeichneten dabei nur minimale Bewegungen. Der EuroStoxx 50 legte um 0,22 Prozent zu und schloss bei 6.029,83 Punkten, während der britische FTSE 100 einen leichten Rückgang um 0,03 Prozent auf 10.137,35 Zähler verzeichnete. Deutlichere Einbußen musste der Schweizer SMI hinnehmen, der um 0,46 Prozent auf 13.364,73 Zähler fiel.
Die Veröffentlichung aktueller US-Inflationsdaten beeinflusste die Märkte nur minimal. Verbraucherpreise kletterten im Dezember wie prognostiziert um 2,7 Prozent, während die Kerninflation unverändert bei 2,6 Prozent lag. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, stellte fest, dass die Preisdaten keine nennenswerten Effekte der US-Zollpolitik zeigen. Unter dieser Prämisse könnte die US-Notenbank Fed weiterhin die Zinsen senken.
Analyst Timo Emden von Emden Research beschrieb die Marktstimmung als risikofreudig, wobei geopolitische Risiken in den Hintergrund treten. Dies untermauert die Hoffnung auf eine sanfte monetäre Politik und eine stabile Neujahrsrally.
Unter den Branchen stachen Bankaktien positiv hervor, mit Erwartungen eines signifikanten Wachstums bei Gewinn und Umsatz, wie Luis Ruiz von CMC Markets hervorhob. Im Gegensatz dazu trübten europäische Unternehmensdaten die Stimmung.
Der Schweizer Bauchemiekonzern Sika büßte 9,5 Prozent ein, nachdem das Unternehmen 2025 einen Umsatzrückgang von 4,8 Prozent verbuchen musste. Faktoren wie ungünstige Wechselkurse und ein schwächelnder chinesischer Markt wirkten belastend. Enttäuschte Erwartungen der Händler verstärkten den Verkaufsdruck auf die Aktie.
Im Bausektor führte auch Vinci zu Verlusten. Die negative Einschätzung der Bank of America drückte den Kurs der Aktie um 4,5 Prozent. Auch Lindt & Sprüngli konnte mit steigenden Umsätzen nicht überzeugen. Trotz einer Umsatzsteigerung rutschte der Aktienkurs des Schokoladenherstellers aufgrund rückläufiger Verkaufsvolumina um 1,9 Prozent ins Minus. Preiserhöhungen konnten die gesunkenen Verkaufszahlen nicht kompensieren.

