Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum für mehr Sicherheit am Himmel eingeweiht
Deutschland hat mit der Eröffnung eines Drohnenabwehrzentrums in Berlin einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der nationalen Sicherheit getan. Im Zentrum der neuen Einrichtung, die unter der Aufsicht der Bundespolizei steht, arbeiten Vertreter verschiedener Sicherheitsbehörden, darunter die Bundeswehr und Nachrichtendienste, eng zusammen. Ihr Ziel ist es, den Informationsaustausch zu fördern und mögliche Einsatzmaßnahmen gegen unerlaubt operierende Drohnen zu koordinieren, wie Olaf Lindner, Leiter der Bundespolizeidirektion 11, betont.
Das organisatorische Konzept erinnert an das bereits etablierte Gemeinsame Terrorabwehrzentrum, das sich erfolgreich mit der Bedrohung durch islamistischen Terrorismus auseinandersetzt. Die zunehmende Zahl von Drohnensichtungen, insbesondere an sensiblen Orten wie Flughäfen, Bundeswehr-Stützpunkten und Infrastruktureinrichtungen, ist ein Bereich, der Aufmerksamkeit verlangt. Seit dem Auftakt des russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben diese Vorfälle laut Bundesregierung spürbar zugenommen. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) weist darauf hin, dass viele dieser Drohnen mutmaßlich von feindlichen Akteuren gesteuert werden.
Im Fokus stehen Maßnahmen zur Verhinderung von Spionage, Sabotage und Störungen des Luftverkehrs. Die Innenministerkonferenz Anfang Dezember in Bremen machte deutlich, dass der Umgang mit größeren, militärischen Drohnen der Bundeswehr obliegen sollte. Eine angestrebte Reform des Luftsicherheitsgesetzes, die derzeit im parlamentarischen Verfahren geprüft wird, soll den rechtlichen Rahmen klären und erweiterte Befugnisse für die Bundeswehr schaffen. Ziel ist es, Drohnen im Bedarfsfall nicht nur umzulenken, sondern auch zu neutralisieren.
Hybride Kriegsführung, die militärische, wirtschaftliche und propagandistische Mittel kombiniert, bildet die Grundlage für solche Bedrohungen. Auch Cyberattacken, die im staatlichen Auftrag durchgeführt werden, gehören dazu und erfordern ein flexibles und starkes Abwehrsystem.

