Geheimes Flugzeug bei Anti-Drogen-Einsatz: US-Militär unter Beschuss
Das US-Militär hat laut einem Bericht der 'New York Times' ein zuvor unbekanntes und als zivile Maschine getarntes Flugzeug für einen Angriff auf ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot in der Karibik verwendet. Dabei sollen die Waffen nicht sichtbar unter den Flügeln, sondern versteckt im Rumpf transportiert worden sein.
Dieser Einsatz hat zu einem Aufschrei geführt, nachdem bei dem Angriff elf Menschen ums Leben kamen. Ein solches Vorgehen, das den Anschein einer zivilen Luftfahrt erweckt, kann nach Auffassung von Experten als Kriegsverbrechen eingestuft werden. Steven J. Lepper, ehemaliger Rechtsexperte der US-Luftwaffe, äußerte gegenüber der Zeitung seine Bedenken hinsichtlich der legalen Grundlagen solcher Einsätze.
Personenberichte über das Video vom Angriff deuten darauf hin, dass das Flugzeug niedrig genug flog, um von den Bootspassagieren leicht erkannt zu werden. Offizielle Angaben berichten von zwei Überlebenden im September, die jedoch später einem weiteren Angriff zum Opfer fielen. Diese Vorfälle haben in den USA heftig kritisierte Kontroversen ausgelöst, genauso wie die rechtlichen Grundlagen der Angriffe gegen Boote in der Region diskutiert werden. Die US-Regierung rechtfertigt ihr Handeln mit einem bewaffneten Konflikt gegen Drogenkartelle. In späteren Einsätzen kamen gemäß der 'New York Times' auch konventionelle Kriegsgeräte wie 'Reaper'-Drohnen zum Einsatz.

