Gegenseitige Raketenangriffe zwischen Pakistan und dem Iran
Gegenseitige Raketenangriffe zwischen Pakistan und dem Iran erschüttern die Beziehungen der beiden Länder. Pakistan griff dabei offenbar als Vergeltung Ziele im Iran an und erklärte, die Angriffe hätten den Extremisten gegolten. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna kamen bei den Angriffen neun Menschen, darunter vier Kinder, ums Leben. Der Geschäftsträger der pakistanischen Botschaft wurde daraufhin ins iranische Außenministerium einbestellt, um den Vorfall zu erklären.
Bereits am Dienstag hatte der Iran Ziele der extremistischen Dschaisch al-Adl in Pakistan attackiert, wobei zwei Kinder ums Leben kamen. Pakistan verurteilte die Angriffe auf sein Staatsgebiet scharf und zog am Mittwoch seinen Botschafter aus Teheran ab. Diese Gegenschläge erfolgten jedoch nach erst kürzlich positiven Entwicklungen in den Beziehungen der beiden Länder. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos trafen sich erst am Dienstag der iranische Außenminister Hussein Amirabdollahian und der geschäftsführende Premierminister Pakistans, Anwaarul Haq Kakar, und hielten eine gemeinsame Marineübung ab.
Die Spannungen zwischen Pakistan und dem Iran nehmen somit zu, sowohl diplomatisch als auch militärisch. Die genauen Gründe für die jüngsten Angriffe sind noch unklar, doch es ist ersichtlich, dass ein tiefgreifendes Problem zwischen den beiden Nachbarländern besteht, das durch diese Eskalation nur noch verschärft wird. (eulerpool-AFX)

