GE Healthcare trotzt Zollhindernissen mit robusten Aussichten
Der US-amerikanische Medizintechnik-Gigant GE Healthcare sah sich im dritten Quartal durch die US-Zollpolitik herausgefordert, konnte dennoch bemerkenswerte Erfolge verzeichnen. Der Gewinn rutschte um etwa fünf Prozent auf 446 Millionen US-Dollar ab, während der Umsatz erfreulicherweise um fast sechs Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar stieg. Überraschend positiv im Vergleich zur ursprünglich düsteren Prognose des Konkurrenten Siemens Healthineers, und besonders erfreulich für Investoren, die im vorbörslichen US-Handel zuletzt ein leichtes Plus der Aktie beobachteten.
Ein wesentlicher Faktor für die nachlassende Profitabilität war die um einen Punkt gesunkene Nettogewinnmarge auf 8,7 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie gab von 1,14 auf 1,07 Dollar nach, was dennoch die negativen Erwartungen der Analysten übertraf. Ohne den belastenden Einfluss der Zölle, so betont das Unternehmen, hätte sich die finanzielle Lage sogar verbessert.
Trotz dieser Herausforderungen blickt Konzernchef Peter Arduini optimistisch in die Zukunft. Er verweist auf eine "robuste Auftragslage in allen Segmenten" und prophezeit eine bevorstehende "Innovationswelle" dank gestiegener Forschungsinvestitionen. Für das laufende Jahr hat das Management die Erwartungen für den bereinigten Gewinn je Aktie angehoben und peilt nun einen Bereich von 4,51 bis 4,63 Dollar an. Die Umsatzprognose bleibt unverändert mit einem geplanten Anstieg von rund drei Prozent auf organisierter Basis.
Nicht zu vergessen ist, dass GE Healthcare seit 2023 nach der Abspaltung vom ehemaligen Mischkonzern General Electric operativ auf eigenen Füßen steht – mit anscheinend beeindruckendem Erfolg.

