Gaza-Friedensplan: Vermittlungsbemühungen schreiten voran
Außenminister Johann Wadephul setzt seine diplomatische Mission im Nahen Osten fort und trifft in der ägyptischen Hauptstadt Kairo auf seinen Amtskollegen Badr Abdel-Atti. Der CDU-Politiker bemüht sich in den Gesprächen um Fortschritte bei den Verhandlungen über den von US-Präsident Donald Trump initiierten Gaza-Friedensplan. Ursprünglich fokussierte sich Wadephuls Reise auf die Golf-Emirate Katar und Kuwait, jedoch ergänzte er diese um einen Aufenthalt in Israel.
Bei einem Treffen zwischen EU-Außenministern und dem Golf-Kooperationsrat im Emirat Kuwait verkündete Wadephul seine spontane Entscheidung, auch Kairo zu besuchen. Für den Minister ist dies eine entscheidende Woche, in der ein Waffenstillstand im Gaza-Konflikt, die Freilassung von Geiseln und die Lieferung humanitärer Hilfe erreicht werden sollen. "Jeder Einsatz lohnt sich", so betonte Wadephul.
In den Gesprächen in Ägypten suchen israelische Unterhändler und die islamistische Hamas unter Vermittlung einen Weg zur Umsetzung des Friedensplans. Im Fokus stehen die Freilassung von 48 Geiseln gegen eine Vereinbarung zur Waffenruhe und die Freilassung palästinensischer Häftlinge. Strittig bleiben die Entwaffnung der Hamas und der Rückzug israelischer Truppen. Wie üblich verhandeln die Parteien indirekt miteinander, um eine Lösung des Konflikts zu erreichen.

