Gaspreis-Rallye setzt sich ungebremst fort: Europa unter Kälteeinfluss und globalen Spannungen
Der europäische Gasmarkt erlebt zu Beginn der Woche einen weiteren Preissprung, wobei der maßgebliche Terminkontrakt TTF in Amsterdam am Morgen für die Lieferung in einem Monat 43,15 Euro je Megawattstunde erzielt. Dies kennzeichnet einen Anstieg von 7,7 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Seit Jahresbeginn hat sich der Gaspreis damit um eindrucksvolle 50 Prozent erhöht.
Die jüngste Preisentwicklung resultiert aus einer Kombination von Faktoren: In Teilen Europas herrschen derzeit niedrige Temperaturen, die den Gasverbrauch in die Höhe treiben, während die Füllstände der Gasspeicher vergleichsweise niedrig sind. Parallel dazu verzeichnet der US-amerikanische Markt ebenfalls deutliche Preiszuwächse, angetrieben durch einen der heftigsten Winterstürme der letzten Jahre, der teils eine Million Menschen mit Stromausfällen überraschte.
Neben klimatischen Einflüssen spielen auch geopolitische Unsicherheiten eine bedeutende Rolle. So sorgte zuletzt die angespannte Lage im Iran für Unruhe, weil ein Übergreifen auf die gesamte Region befürchtet wird. Zudem wird auf dem Markt mit einer zukünftig stärkeren Nachfrage Chinas, dem größten Abnehmer von Flüssiggas weltweit, gerechnet.

