Gamestop-Chef Ryan Cohen plant radikale Umstrukturierung bei Ebay

Ambitionierte Übernahmepläne
Ryan Cohen, der CEO von Gamestop, hat kürzlich ein Übernahmeangebot für Ebay in Höhe von rund 56 Milliarden Dollar angekündigt. In einem Interview mit dem Podcast "TBPN" äußerte Cohen seine Überzeugung, dass Ebay mit seinen 12.300 Mitarbeitern ineffizient arbeitet. "Ich könnte dieses Geschäft von meinem Haus aus betreiben", so Cohen, der die Anzahl der Mitarbeiter als hinderlich für die Agilität des Unternehmens ansieht.
Effizienzsteigerung durch Stellenabbau
Cohen argumentiert, dass eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl der Schlüssel zur Effizienzsteigerung bei Ebay sei. Kostensenkungen sind für ihn unerlässlich, um das Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Die aktuelle Mitarbeiterstruktur, insbesondere die 7.200 Angestellten in den USA, sei nicht nachhaltig, um im dynamischen E-Commerce-Markt erfolgreich zu sein.
Finanzierung des Übernahmeangebots
Das Übernahmeangebot von Gamestop soll zur Hälfte in bar und zur Hälfte in Aktien beglichen werden, wobei die genauen Details zur Finanzierung bislang unklar sind. Um den aktuellen Marktwert von 28 Milliarden Dollar zu erreichen, müsste Gamestop eine erhebliche Anzahl neuer Aktien ausgeben. Cohen spricht von einer möglichen Bündelung der Aktien beider Unternehmen, was für Investoren von Bedeutung sein könnte.
Stärkung der Wettbewerbsposition
Cohen hat klare Ziele: "Mein Ziel ist: Ich will Ebay besitzen. Ich will Ebay führen. Ich will, dass es mein Baby ist." Mit der Fusion von Gamestop und Ebay verfolgt er die Vision, einen stärkeren Konkurrenten zu Amazon zu schaffen. Diese Ambitionen könnten das Wachstumspotenzial der beiden Unternehmen erheblich steigern und den Shareholder Value positiv beeinflussen.
Ein Blick auf Cohens Erfahrungen
Vor seiner Rolle bei Gamestop war Cohen Mitgründer des erfolgreichen Online-Händlers Chewy, der sich auf Haustierartikel spezialisiert hat. Seine Erfahrungen in der Branche und sein kritischer Blick auf das Management von Gamestop, das er als zu langsam im Online-Geschäft erachtete, führten zu seiner Ernennung als CEO im Jahr 2023. Unter seiner Führung hat Gamestop zahlreiche Filialen geschlossen und sich stärker auf Nischenprodukte wie Sammelkarten und Retro-Konsolenspiele konzentriert, die nostalgische Gefühle bei Gamern ansprechen.

